Klimaschutz abstrus: Merz produziert 65 Tonnen CO2 für Donald Trump

Durch | Juni 5, 2025

Eine genaue Berechnung des CO2-Footprints von Bundeskanzler Friedrich Merz’ Besuch bei US-Präsident Donald Trump am 5. Juni 2025 ist zwar  aufgrund fehlender spezifischer Daten schwierig. Dennoch können wir bei Pugnalom anhand verfügbarer Informationen und allgemeiner Annahmen eine grobe Einschätzung vornehmen.

Merz und Trump Viel CO2 für nichts Symbolbild Credits Pugnalom by LabNews Media LLC

Relevante Faktoren für den CO2-Footprint

  1. Flugreise: Der größte Beitrag zum CO2-Footprint dürfte die Flugreise sein. Merz reist mit einem Regierungsflugzeug (vermutlich ein Airbus A350 oder A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr) von Berlin nach Washington, D.C. und zurück. Die Entfernung beträgt etwa 6.700 km pro Strecke, also rund 13.400 km für den Hin- und Rückflug.
  • Emissionen: Laut dem Umweltbundesamt verursacht ein Langstreckenflug durchschnittlich etwa 150–200 g CO2 pro Passagier und Kilometer, abhängig von Flugzeugtyp, Auslastung und Flugroute. Für Regierungsflüge, die oft nicht voll ausgelastet sind, können die Emissionen pro Person höher sein. Nehmen wir einen Wert von 200 g CO2/km und schätzen etwa 20 Passagiere (Merz, Delegation, Sicherheitspersonal), ergibt sich:
    • 13.400 km × 200 g CO2/km × 20 Passagiere = ca. 53.600 kg CO2 (53,6 Tonnen CO2) für den Flug.
  1. Bodenverkehr: In Washington nutzt Merz vermutlich eine Autokolonne mit sicherheitsrelevanten Fahrzeugen (z. B. gepanzerte Limousinen). Der CO2-Ausstoß hängt von der Fahrzeugart (Benzin/Diesel) und der zurückgelegten Strecke ab. Für eine grobe Schätzung:
  • Annahme: 100 km Fahrstrecke mit 5 Fahrzeugen, die je 200 g CO2/km ausstoßen.
  • 100 km × 5 Fahrzeuge × 200 g CO2/km = 1.000 kg CO2 (1 Tonne CO2).
  1. Unterkunft und Veranstaltungen: Merz übernachtet im Blair House, dem Gästehaus des US-Präsidenten. Der Energieverbrauch (Heizung, Klimaanlage, Beleuchtung) für eine Nacht ist schwer zu quantifizieren, dürfte aber im Vergleich zum Flug gering sein. Ebenso verursachen Veranstaltungen wie das Mittagessen oder die Pressekonferenz nur marginale Emissionen. Für eine grobe Schätzung:
  • Annahme: 500 kg CO2 für Unterkunft und Veranstaltungen (basierend auf typischen Werten für gehobene Unterkünfte und Events).
  1. Begleitpersonal und Logistik: Die Delegation umfasst vermutlich Berater, Sicherheitskräfte und Medienvertreter, die teils separat reisen könnten. Diese Emissionen sind schwer zu schätzen, werden aber hier pauschal mit einem Zuschlag von 10.000 kg CO2 berücksichtigt, um zusätzliche Flüge oder Logistik abzudecken.

Gesamtschätzung

  • Flugreise: ca. 53.600 kg CO2
  • Bodenverkehr: ca. 1.000 kg CO2
  • Unterkunft/Veranstaltungen: ca. 500 kg CO2
  • Begleitpersonal/Logistik: ca. 10.000 kg CO2
  • Gesamt: ca. 65.100 kg CO2 (65,1 Tonnen CO2)

Kontext und Kritik

  • Vergleich: Der durchschnittliche CO2-Footprint eines Deutschen liegt bei etwa 11 Tonnen pro Jahr. Der Besuch von Merz entspricht also etwa dem Jahresverbrauch von 6 Personen. Dies steht im Kontrast zu seinem Eurofighter-Flug 2024, der laut Kritikern über 100.000 Euro kostete und ebenfalls für CO2-Emissionen kritisiert wurde.
  • Umweltkritik: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert Merz’ Besuch indirekt durch die Forderung, neue LNG-Importverträge mit den USA zu stoppen, da diese durch Methanemissionen klimaschädlicher seien als Kohle. Obwohl dies nicht direkt den Flug betrifft, zeigt es die Sensibilität für klimapolitische Themen im Kontext des Besuchs.
  • Regierungsflüge: Regierungsflüge stehen oft in der Kritik, da sie weniger effizient sind als Linienflüge. Eine genaue Berechnung wäre nur mit detaillierten Daten (Flugzeugtyp, Treibstoffverbrauch, Passagieranzahl) möglich.

Einschränkungen

  • Die Berechnung basiert auf Annahmen, da keine spezifischen Daten zu Flugzeugtyp, genauer Passagieranzahl oder Treibstoffverbrauch vorliegen.
  • Weitere Faktoren wie Sicherheitsvorkehrungen (z. B. Vorabflüge für Logistik) könnten den Footprint erhöhen.
  • Kompensationen (z. B. durch CO2-Zertifikate) wurden nicht berücksichtigt, da hierzu keine Informationen vorliegen.

Fazit

Der Besuch von Bundeskanzler Merz bei Donald Trump verursacht schätzungsweise einen CO2-Footprint von etwa 65 Tonnen CO2, hauptsächlich durch die Flugreise. Dies ist für einen Staatsbesuch typisch, steht aber im Spannungsfeld mit Klimaschutzzielen. Für eine präzisere Berechnung wären detaillierte Angaben der Bundesregierung nötig. Sollten Sie spezifische Aspekte (z. B. Vergleich mit Linienflügen oder Kompensationsmaßnahmen) vertiefen wollen, lassen Sie es mich wissen!

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
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