
Eine Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zeigt: Jeder in die Wiederaufforstung investierte Euro erzeugt einen gesellschaftlichen Nutzen von zwölf Euro, was einer Gemeinwohlrendite von 1.100 Prozent entspricht. Ein Hektar wiederaufgeforsteter Mischwald generiert etwa 200.000 Euro durch CO?-Speicherung, Luftfilterung, Nährstoffrückhalt und Landschaftsaufwertung.
Der Waldzustandsbericht offenbart, dass 525.000 Hektar deutscher Wald so geschädigt sind, dass eine Aufforstung nötig ist, und nur jeder fünfte Baum gesund ist. Die Wiederaufforstung ist daher eine dringende Aufgabe. Im Rahmen der BVR-Klima-Initiative „Morgen kann kommen“ wurden bereits 560 Hektar aufgeforstet, mit einem gesellschaftlichen Wert von über 100 Millionen Euro. Die Studie, geleitet von Dr. Jesko Hirschfeld, nutzte Umweltökonomie-Methoden wie den Schadenskostenansatz des Umweltbundesamtes. Weitere Ökosystemleistungen wie Biodiversität oder Wasserspeicherung könnten den Nutzen noch erhöhen.
Die Klima-Initiative, gestartet 2022, hat über eine Million Setzlinge finanziert, unterstützt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Ein neues Spendenportal (vr.de/baumspende) ermöglicht es Bürgern, ab 7,50 Euro Setzlinge für zwölf regionale Waldgebiete zu finanzieren. Die Studie unterstreicht die ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung der Wiederaufforstung und zeigt, dass solche Investitionen langfristig die natürlichen Lebensgrundlagen sichern.
Die Studie „Der Wert der Wiederaufforstung“ ist auf der Website des IÖW hier abrufbar.
Spendenportal für die Finanzierung von Baumsetzlingen unter vr.de/baumspende

