
Die Tierrechtsorganisation ANINOVA hat gravierende Tierschutzverstöße im als „Freilandbetrieb“ deklarierten Geflügelhof Zeeb in Reutlingen (Baden-Württemberg) aufgedeckt. Verdeckte Videoaufnahmen, entstanden bei nächtlichen Besuchen, zeigen kranke, verletzte und tote Hühner, die auf Gitterböden unter schlechten Bedingungen gehalten werden. Viele Tiere sind abgemagert, mit lückenhaftem Federkleid. Illegale Stromzäune an Auslaufklappen hinderten die rund 12.000 Hühner am Zugang zur vorgeschriebenen Freifläche.

Nach ANINOVAs Anzeige führte das Veterinäramt Reutlingen Kontrollen durch, stellte Mängel fest und verhängte Auflagen, darunter die sofortige Entfernung der Stromvorrichtungen. Laut Betreiber-Website werden die Eier bei EDEKA, Rewe und über einen betriebseigenen Eierautomaten in der Region verkauft. Die Hühner wurden bislang im Skandalschlachthof Buckl in Wassertrüdingen (Bayern) geschlachtet, der nach dokumentierten Tierquälereien – darunter Schlagen, Würgen und das Abreißen von Köpfen lebender Tiere – im April 2025 geschlossen wurde. Eine Auswertung ergab 728 Verstöße, davon 539 Straftaten. Die Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt.
Die geschlachteten Hühner wurden als „Luna“-Suppenhühner in Supermärkten verkauft. ANINOVA spricht von einem „Systemversagen“ und fordert eine vegane Lebensweise, um solche Missstände zu vermeiden.
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