Can Aztekin erhält Rising Star Award für bahnbrechende Forschung zur Regeneration

Durch | August 19, 2025
Can Aztekin mit ISRB-Präsidentin Elly Tanaka. Credits: International Society of Regenerative Biology

Can Aztekin, Leiter einer Max-Planck-Forschungsgruppe für Strukturelle Regeneration am Friedrich-Miescher-Labor in Tübingen, wurde mit dem Rising Star Award der International Society of Regenerative Biology (ISRB) ausgezeichnet. Der Preis würdigt NachwuchswissenschaftlerInnen, deren innovative Beiträge die regenerative Biologie nachhaltig prägen und großes Zukunftspotenzial zeigen. Aztekin nahm die Auszeichnung am 12. August 2025 auf der ISRB-Konferenz in Madison, Wisconsin, entgegen, wo er seine Forschung unter dem Titel „Was Frösche uns über Säugetiere gelehrt haben: Der schlummernde regenerative Code und wie man ihn aktiviert“ präsentierte.

Can Aztekin mit ISRB-Präsidentin Elly Tanaka. Credits: International Society of Regenerative Biology
Can Aztekin mit ISRB Präsidentin Elly Tanaka Credits International Society of Regenerative Biology

Aztekins Arbeit untersucht, warum Tiere wie Kaulquappen und Salamander Gliedmaßen regenerieren können, während Säugetiere dies nicht vermögen. Mit modernsten molekularen und Einzelzell-Technologien zeigte sein Team, dass Säugetiere die gleiche zelluläre „Blaupause“ für Regeneration besitzen. Ein Durchbruch war die Entdeckung, dass Sauerstoff eine zentrale Barriere darstellt: Säugetiere, die in sauerstoffreicher Umgebung leben, reagieren empfindlicher auf Sauerstoff, was molekulare Prozesse zur Regeneration blockiert. Regenerative Arten wie Kaulquappen, die in sauerstoffarmen Gewässern leben, sind davon unbeeinträchtigt. Diese Erkenntnis verbindet Entwicklungsbiologie, Evolution und Umweltphysiologie und eröffnet Perspektiven für Therapien, die regenerative Fähigkeiten im Menschen aktivieren könnten, etwa durch Modulation der Sauerstoffwahrnehmung.

„Der Rising Star Award ist eine große Ehre und bestätigt unseren interdisziplinären Ansatz“, sagte Aztekin. Er betonte, dass die Kombination von Genomik, Stammzellenforschung und Bioengineering von der Fachwelt geschätzt wird und sein Team motiviert, weiterzuforschen. Mit fortschrittlichen Technologien wie zellulärer Kartierung und Genexpressions-Profilierung will Aztekin die Mechanismen der Regeneration präzise entschlüsseln. „Wir können alte Fragen mit neuer Präzision beantworten und neue Konzepte entdecken – das ist unglaublich spannend“, so Aztekin. Seine Forschung könnte die Grundlage für zukünftige medizinische Durchbrüche legen.

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