
Die Weltwetterorganisation (WMO) sieht Anzeichen für das Wetterphänomen La Niña, das ab September 2025 weltweite Wetterbedingungen prägen könnte. Die Wahrscheinlichkeit für eine Abkühlung der Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik liegt bei 55 Prozent und könnte von Oktober bis Dezember 2025 auf 60 Prozent steigen. Eine Rückkehr des wärmenden El Niño-Phänomens wird für diesen Zeitraum als unwahrscheinlich eingestuft.
La Niña, ein natürliches Klimaphänomen, das alle paar Jahre auftritt, zeichnet sich durch verstärkte Passatwinde und hohe Luftdruckunterschiede zwischen Indonesien und Südamerika aus. Dies führt zu kühleren Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik und beeinflusst Niederschläge, Winde und Luftdruck weltweit. Südostasien und Australien könnten verstärkte Regenfälle und Überschwemmungen erleben, während Teile Südamerikas, wie Peru und Chile, von Dürren betroffen sein könnten. In Europa könnten veränderte Jetstream-Muster kältere Temperaturen oder verstärkten Schneefall in Regionen wie den Alpen mit sich bringen.

Die WMO betont die Bedeutung frühzeitiger Vorsorgemaßnahmen, um die Auswirkungen von La Niña zu mildern. Dazu zählen verbesserte Frühwarnsysteme, Anpassungen in der Landwirtschaft und Schutzmaßnahmen gegen Wetterextreme wie Überschwemmungen oder Dürren. Solche Maßnahmen könnten Menschenleben retten und erhebliche wirtschaftliche Schäden verhindern.

