
Wissenschaftler des Salk Institute haben einen genetischen Mechanismus entdeckt, der erklärt, wie Pflanzen Licht- und Temperaturinformationen integrieren, um ihre Blüte zu steuern.
In einer neuen Studie, die am 26. August 2025 in Nature Communications veröffentlicht wurde , entdeckten die Forscher eine Interaktion zwischen zwei genetischen Signalwegen, die sowohl das Vorhandensein von blauem Licht als auch von niedrigen Temperaturen signalisiert. Dieses genetische Modul hilft Pflanzen, ihre Blüte an die optimalen Umweltbedingungen anzupassen.
In einem Signalweg aktiviert blaues Licht mit Hilfe des Partnerproteins NPH3 den Blaulichtrezeptor PHOT2. In einem anderen Signalweg ermöglicht niedrige Umgebungstemperatur dem Transkriptionsfaktor CAMTA2, die Expression des Gens EHB1 zu steigern. EHB1 interagiert bekanntermaßen mit NPH3 und platziert NPH3 am Konvergenzpunkt der Blaulicht- und Niedrigtemperatursignale. Diese genetische Architektur fungiert effektiv als Koinzidenzdetektor, der das Vorhandensein von blauem Licht und niedriger Temperatur verknüpft, um den Wechsel zur Blüte zu steuern.
Warum das wichtig ist: Die Salk-Studie beschreibt eine wichtige Komponente des Pflanzenwachstums, der Fortpflanzung und der Informationsverarbeitung. Das neu entdeckte genetische Modul ermöglicht Pflanzen eine präzise Steuerung ihrer Blüte bei niedrigen Temperaturen. Das Verständnis dieses Systems wird Salks Harnessing Plants Initiative nun helfen , das Pflanzenwachstum unter veränderten Umweltbedingungen zu optimieren.

Credits
Salk Institut

