
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump plant erhebliche Kürzungen im NASA-Budget, die insbesondere zwei Klimasatelliten zur Überwachung von Kohlendioxidemissionen betreffen könnten. Seit 2002 verfolgt die NASA das Ziel, Treibhausgasemissionen mit Satelliten zu verfolgen, doch die aktuelle Budgetvorlage sieht vor, 41 von 124 wissenschaftlichen Missionen der NASA einzustellen und die Finanzierung für weitere 17 Projekte in naher Zukunft zu streichen. Insgesamt würde das NASA-Budget um 25 Prozent gekürzt, wobei die Wissenschaftsförderung der Agentur sogar halbiert werden soll.
Die betroffenen Klimasatelliten, die seit Jahren wichtige Daten über Kohlendioxid, das Haupt-Treibhausgas aus menschlicher Aktivität, liefern, könnten bereits Ende September 2025 eingestellt werden, wenn das aktuelle Haushaltsjahr ausläuft. Obwohl Vertreter beider Parteien im Kongress angekündigt haben, die meisten Kürzungen abzulehnen, ist unklar, ob vor Ablauf der Frist ein neuer Haushalt verabschiedet wird. Die Trump-Administration hat NASA-Manager angewiesen, Pläne zur Beendigung der ausgewählten Missionen vorzubereiten.

Die vorgeschlagenen Kürzungen stoßen auf breite Kritik, da sie die Erforschung des Klimawandels erheblich einschränken könnten. Die betroffenen Satelliten liefern entscheidende Daten für die Überwachung globaler Emissionen, die für Klimamodelle und politische Entscheidungen von zentraler Bedeutung sind. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, könnte dies das Ende einer 23-jährigen Ära der NASA-Klimaforschung bedeuten.
Quelle: Stephen Clark, „GOP may finally succeed in unrelenting quest to kill two NASA climate satellites“, Ars Technica, 6. September 2025, https://arstechnica.com/science/2025/09/gop-may-finally-succeed-in-unrelenting-quest-to-kill-two-nasa-climate-satellites/

