
Der Klimawandel führt in Deutschland zu einer zunehmenden Wasserknappheit, die die Bundeswehr und den Bevölkerungsschutz vor große Herausforderungen stellt, berichtet LabNews Media LLC. Offizielle Daten des Umweltbundesamts und des Deutschen Geoforschungszentrums zeigen einen jährlichen Süßwasserverlust von etwa 2,5 Kubikkilometern in den letzten zwei Jahrzehnten. Besonders der März 2025 war mit nur 21 Prozent des üblichen Niederschlags der trockenste seit 1881, was die Bodenfeuchte im Norden und Osten stark reduzierte.
Die veränderten Niederschlagsmuster mit trockeneren Sommern und höherer Verdunstung verschärfen die Krise. In 201 von 401 Landkreisen ist der Grundwasserspiegel akut belastet, da mehr Wasser entnommen wird, als nachgebildet werden kann. Dies führt zu Konflikten zwischen Industrie, Landwirtschaft und Bevölkerung um die knappe Ressource.

Für die Bundeswehr beeinträchtigt der Wassermangel die Einsatzfähigkeit. Kasernen und Übungsplätze wie in der Altmark leiden unter sinkenden Grundwasserspiegeln, was Logistik, Mobilität und Sanitätsversorgung erschwert. Vorfälle wie Kontaminationen an Standorten in Köln-Wahn verdeutlichen die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur. Auch der Bevölkerungsschutz ist betroffen: Trockene Böden erhöhen das Brandrisiko, während knappe Löschwasserreserven die Arbeit von Feuerwehr und THW behindern.
Die Nationale Wasserstrategie der Bundesregierung fordert Maßnahmen wie ein Wasserregister, Fernleitungen und höhere Entnahmegebühren für Industrie und Landwirtschaft. Die Bundeswehr plant Investitionen in mobile Aufbereitungsanlagen, während Schwammstädte und Moorwiederbefeuchtung den Bevölkerungsschutz stärken sollen. Ohne schnelle Anpassung drohen systemische Risiken für die nationale Sicherheit.
Quelle: LabNews Media LLC

