BMW plant X5 der fünften Generation mit fünf Antriebsvarianten: Wasserstoff-Option debütiert 2028

Durch | September 22, 2025

Der Automobilkonzern BMW hat die kommende Generation des beliebten SUV X5 (Codename G65) offiziell bestätigt und plant, sie mit einer breiten Palette aus fünf verschiedenen Antriebsarten anzubieten. Neben konventionellen Benzin- und Dieselmotoren sowie Plug-in-Hybrid- und rein batterieelektrischen Varianten wird erstmals eine Serieproduktion mit Wasserstoff-Brennstoffzelle integriert. Diese Option, unter dem Namen iX5 Hydrogen, soll ab 2028 auf den Markt kommen und markiert BMWs Einstieg in den Serienbau emissionsfreier Wasserstofffahrzeuge. Die Ankündigung unterstreicht die Strategie des Herstellers, ein breites Spektrum an Antriebstechnologien parallel zu entwickeln, um unterschiedliche Kundenbedürfnisse weltweit zu bedienen und die Abhängigkeit von reiner Batterietechnik zu reduzieren.

Die neue X5-Generation basiert auf einer weiterentwickelten Version der bewährten CLAR-Plattform (Cluster Architecture), die flexibel für Verbrennungsmotoren, Hybride, reine Elektrofahrzeuge und nun auch Brennstoffzellen ausgelegt ist. Im Gegensatz zu kleineren Modellen wie dem künftigen iX3, der auf der neuen Neue-Klasse-Architektur ruht, ermöglicht die CLAR-Basis eine nahtlose Integration aller Varianten und beschleunigt den Markteintritt. Die Serienproduktion des gesamten Modellprogramms soll ab August 2026 in BMWs Werken starten, wobei die Wasserstoffversion mit Verzögerung folgt. Prototypen der G65 wurden bereits getestet, und die ersten offiziellen Fotos zeigen ein aggressiveres Design mit Elementen der Neue-Klasse-Ästhetik, wie einer markanteren Front und einem verlängerten Radstand für mehr Innenraum.

Zentrales Highlight ist die dritte Generation des Wasserstoff-Brennstoffzellensystems, das in Kooperation mit Toyota entwickelt wird. Dieses System ist etwa 25 Prozent kompakter als der Vorgänger aus der Pilotflotte des iX5 Hydrogen, bietet jedoch eine höhere Leistungsdichte und bessere Integration in das Fahrzeugchassis. Die Pilotflotte mit rund 100 Testfahrzeugen, die seit Jahren weltweit erprobt wird, hat eine Gesamtleistung von rund 401 PS erzielt, eine WLTP-Reichweite von über 500 Kilometern und eine Tankzeit von nur drei bis vier Minuten bei 700 Bar Druck. Die neue Version verspricht Verbesserungen in Reichweite, Effizienz und Verbrauch, mit modularer Bauweise für zukünftige Anpassungen an andere Modelle. Die Produktion der Brennstoffzellen erfolgt hauptsächlich in Bayern und Österreich, wobei das Werk Steyr in Österreich ab 2028 die Serienfertigung übernimmt.

BMW positioniert Wasserstoff als ergänzende Lösung zur Batterieelektromobilität, insbesondere in Regionen mit unzureichender Ladeinfrastruktur oder für Langstreckenfahrer. Der Konzern investiert parallel in die Erweiterung des Wasserstoffsnetzes, etwa durch das Projekt Hydrogen Mobility at Scale (HyMoS), das in Pilotphasen in Deutschland und Frankreich läuft. Hierbei werden bestehende Tankstellen aufgerüstet und neue in Metropolregionen geplant, um die Akzeptanz zu steigern. Die anderen Antriebsvarianten umfassen leistungsstarke Benzin- und Dieselmotoren mit Mild-Hybrid-Technik für bessere Effizienz, Plug-in-Hybride mit erweiterter elektrischer Reichweite sowie eine vollelektrische iX5 mit 800-Volt-Architektur und runden Batteriezellen höherer Energiedichte. M-Performance-Modelle für sportliche Varianten sind ebenfalls vorgesehen.

Der X5 zählt zu BMWs Bestsellern und hat in der vierten Generation (G05) weltweit über eine Million Einheiten abgesetzt, mit starkem Absatz in Märkten wie den USA und Europa. Die Erweiterung auf fünf Antriebe spiegelt die wachsende Nachfrage nach Flexibilität wider, während der Konzern bis 2030 mindestens 50 Prozent seiner Flotte elektrifizieren will. Experten sehen in der Wasserstoffstrategie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Rivalen wie Mercedes oder Audi, die sich stärker auf Batterien konzentrieren, warnen jedoch vor Herausforderungen wie der begrenzten Wasserstoffverfügbarkeit. BMW plant zudem, die Technologie skalierbar zu machen, um sie auf weitere SUVs und möglicherweise Lkw-Modelle von Toyota auszuweiten. Die Markteinführung der G65 erfolgt schrittweise, mit Fokus auf Europa und Asien, wo Wasserstoffinitiativen voranschreiten.

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Autor: LabNews Media LLC

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