
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert Pläne der EU, die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in ihren Grundprinzipien abzuschwächen. Ursprünglich sollte nur die Liste der prioritären Schadstoffe und deren Schwellenwerte aktualisiert werden, doch nun drohen drei Änderungen: Das bisherige Verschlechterungsverbot für Gewässer soll durch die Zulassung vorübergehender Verschlechterungen gelockert werden, neue Schwellenwerte sollen erst mit jahrzehntelanger Verzögerung erreicht werden, und einige Schwellenwerte seien zu lasch. Besonders problematisch sind die Regelungen für PFAS-Chemikalien, darunter die fortpflanzungsgefährdende Trifluoressigsäure (TFA), deren Schwellenwerte hinter wissenschaftlichen Empfehlungen zurückbleiben und hohe Kosten für die Trinkwasseraufbereitung verursachen könnten.

Die DUH fordert die Bundesregierung auf, sich gegen die Abschwächung der WRRL und für strenge Schwellenwerte einzusetzen, um den Schutz der Gewässer als lebenswichtige Ressource zu sichern. Die WRRL sieht Bewirtschaftungszeiträume von sechs Jahren vor, in denen Maßnahmen wie die Aktualisierung der Schadstoffliste umgesetzt werden müssen.

