Optik-Ingenieur kämpft gegen Lichtverschmutzung

Durch | Oktober 19, 2024
Hell, heller, am hellsten: Nicht nur in Städten, auch in Dörfern und ländlichen Gebieten wird die Nacht durch die Beleuchtung selbst kleinster Areale zum Tag gemacht. Am schlimmsten trifft es nachtaktive Arten: Zahlreiche sind bereits ausgestorben. (Credits: freepik)

Der 30jährige Optik-Ingenieur Bill Green zieht gegen die Lichtverschmutzung zu Felde: „Bewaffnet“ mit seinem Teleskop läuft er durch die Straßen Berlins und spricht Passanten an, um sie an die Schönheit des Sternenhimmels zu erinnern und daran, wie schädlich Dauerbeleuchtung für Tiere, Pflanzen und auch den Menschen ist.

Hell, heller, am hellsten: Nicht nur in Städten, auch in Dörfern und ländlichen Gebieten wird die Nacht durch die Beleuchtung selbst kleinster Areale zum Tag gemacht. Am schlimmsten trifft es nachtaktive Arten: Zahlreiche sind bereits ausgestorben. (Credits: freepik)
Hell heller am hellsten Nicht nur in Städten auch in Dörfern und ländlichen Gebieten wird die Nacht durch die Beleuchtung selbst kleinster Areale zum Tag gemacht Am schlimmsten trifft es nachtaktive Arten Zahlreiche sind bereits ausgestorben Credits freepik

Seit 2023 forscht Green mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung am Fachgebiet Lichttechnik der TU Berlin – dem ältesten universitären Lehrstuhl weltweit zu diesem Thema. Sein Ziel: Die Menschen wieder für den Nachthimmel begeistern und Lösungen für eine nachhaltige Beleuchtung aufzeigen.

„Wir müssen die Menschen zuerst daran erinnern, dass es den Nachthimmel überhaupt noch gibt“, sagt Green. Auf öffentlichen Plätzen wie der Admiralsbrücke oder dem Holzmarkt bietet er BerlinerInnen die Möglichkeit, durch sein Teleskop Sterne, den Mond oder den Planeten Saturn zu beobachten. Oder er informiert sie, dass der Planet Neptun 1846 in Berlin nahe dem Halleschen Tor entdeckt wurde – damals war es noch möglich, Sterne in der Stadt zu sehen. Bei seinen nächtlichen Touren klärt er über die Folgen von Lichtverschmutzung auf: 50 Prozent der Weltbevölkerung kann die Milchstraße von Zuhause aus nicht mehr sehen. In Europa wächst die Lichtverschmutzung jährlich um 6,5 Prozent.

Green engagiert sich intensiv für eine nachhaltige Beleuchtung in Städten. Neben Informationen zu den astronomischen Phänomenen, die er mit PassantInnen teilt, erläutert er auch praktische Maßnahmen zur Reduzierung der Lichtverschmutzung. „Durch nachhaltige Beleuchtung lassen sich nicht nur Kosten und Energie sparen, sondern auch die Gesundheit der Menschen und das Ökosystem schützen“, so Green.

Green hat inzwischen eine internationale Community aus HobbyastronomInnen aufgebaut, die in Berlin, Philadelphia und Brüssel aktiv ist. Am 19. Oktober 2024 können Interessierte bei der Langen Nacht der Astronomie vor dem Planetarium in Berlin in die Sterne schauen und mit Green ins Gespräch kommen.

Lesen Sie in der Reportage über Bill Green mehr über seine Arbeit auf Berlins Straßen: https://www.tu.berlin/go271735/

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
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