Die US Air Force macht einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung. Das Luftwaffenministerium hat einen Vertrag über 1,9 Millionen Dollar an das Unternehmen Sage Geosystems vergeben, um die Machbarkeit von Geopressured Geothermal Systems (GGS) zur Stromversorgung von Militärstützpunkten zu untersuchen.
Im Jahr 2025 wird Sage einen Testbrunnen in Starr County, Texas, errichten. Bei Erfolg wäre dies das erste GGS-Projekt weltweit, das Strom erzeugt. Die Technologie nutzt modifizierte Fracking-Methoden und könnte im Gegensatz zu herkömmlichen geothermischen Techniken an vielen Standorten eingesetzt werden.
Kirk Phillips, Direktor des Air Force Office of Energy Assurance, bezeichnet den Vertrag als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Energieresilienz. Bei erfolgreicher Demonstration plant die Air Force, GGS zur Stromversorgung der Ellington Field Joint Air Reserve Base in Houston einzusetzen.
Die Vorteile von GGS sind vielfältig: Es könnte die Abhängigkeit von ausländischen Brennstoffen reduzieren, die Netzstabilität verbessern und als erneuerbare Energiequelle zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen. Phillips äußerte den Wunsch, geothermische Kraftwerke an jeder Air Force-Einrichtung zu bauen, wenn möglich.
Sage Geosystems sieht auch großes Potenzial für GGS im zivilen Bereich, insbesondere in städtischen Gebieten. Die Technologie könnte dazu beitragen, die Herausforderungen der Intermittenz bei anderen erneuerbaren Energien wie Solar- und Windkraft zu überwinden.
Dieser innovative Ansatz zur Energiegewinnung könnte nicht nur für das Verteidigungsministerium, sondern auch für viele andere Anwendungen in globalen Märkten von großer Bedeutung sein. Die Ergebnisse des Testprojekts werden mit Spannung erwartet und könnten den Weg für eine neue Ära der Energieversorgung ebnen.
Quelle:
Air Force Awards Contract to Sage Geosystems for the Development of New Clean Power Plant

