
Artenschutz und Klimaschutz geraten in den USA und in Europa zunehmend unter Druck – jetzt könnte eine deutsche Organisation zum wichtigen Player im Umwelt- und Gesellschaftsbereich aufsteigen: Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 hat sich die MaLisa Stiftung als eine treibende Kraft für gesellschaftlichen Wandel in Deutschland etabliert. Gegründet von der Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler sowie ihrer Tochter Elisabeth Furtwängler, die als Musikerin unter dem Namen Kerfor bekannt ist, verfolgt die Stiftung ein ambitioniertes Ziel: eine freie, gleichberechtigte Gesellschaft, die ihre Ressourcen ökologisch und sozial gerecht nutzt. Mit Sitz in Berlin setzt sich die MaLisa Stiftung für Themen ein, die weit über die Landesgrenzen hinausreichen – von der Beendigung von Gewalt gegen Frauen bis hin zum Klima- und Artenschutz. Doch welche Bedeutung hat sie für Deutschland, und was macht ihre Arbeit so besonders?

Ursprung und Mission
Die MaLisa Stiftung – der Name setzt sich aus „Maria“ und „Lisa“ (Elisabeth) zusammen – entstand aus der persönlichen Motivation der beiden Gründerinnen, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Schon 2011 legten sie mit „MaLisa Home“ auf den Philippinen den Grundstein für ihr Engagement: Ein Projekt, das Mädchen und jungen Frauen hilft, aus Menschenhandel und Zwangsprostitution auszubrechen. Diese internationale Ausrichtung prägt die Stiftung bis heute. In Deutschland konzentriert sie sich darauf, gesellschaftliche Vielfalt zu fördern und restriktive Rollenbilder aufzubrechen – sei es in den Medien, der Musikbranche oder im öffentlichen Diskurs.
„Wir wollen eine Welt, in der alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht, ihre Potenziale frei entfalten können“, heißt es auf der Website der Stiftung (https://www.malisastiftung.org/about). Diese Vision verbindet Gleichstellung mit ökologischer Verantwortung – ein Ansatz, der die MaLisa Stiftung von vielen anderen Organisationen abhebt.
Schwerpunkte: Gleichstellung, Medien und Klimaschutz
Die Arbeit der Stiftung ruht auf mehreren Säulen. Ein zentraler Schwerpunkt ist die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. In Deutschland initiiert und fördert die Stiftung Studien, die etwa die Darstellung geschlechtsspezifischer Gewalt im Fernsehen untersuchen. Eine solche Untersuchung, in Kooperation mit der Hochschule Wismar und der UFA GmbH durchgeführt, zeigte, dass Gewalt gegen Frauen im TV oft klischeehaft und übermäßig präsent ist – ein Befund, der nicht nur langweilige Unterhaltung kritisiert, sondern auch die Schäden für Betroffene betont. Solche Analysen liefern Impulse für Medienmacher, um sensibler und diverser zu produzieren.
Ein weiteres großes Thema ist die Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche. Die Studie „Gender in Music“ beleuchtete die Verteilung von Frauen und Männern in Charts, bei GEMA-Werkanmeldungen und auf Festivalbühnen – mit ernüchterndem Ergebnis: Die Branche bleibt „weiß und männlich geprägt“, wie Anna Groß von der MaLisa Stiftung im Gespräch mit der Tagesschau bemerkte. Initiativen wie diese machen Ungleichheiten sichtbar und drängen auf Veränderung.
Seit einigen Jahren hat die Stiftung ihr Portfolio erweitert: Klima- und Artenschutz sind nun fester Bestandteil der Arbeit. Gemeinsam mit TV-Sendern untersucht sie, wie Klimawandel und Biodiversität in den Medien dargestellt werden und was Zuschauer erwarten. Ein Beispiel ist der Drehbuchwettbewerb „Krimi x Klima“, der Nachwuchstalente fördert, die Umweltthemen spannend in Geschichten verpacken. Damit schlägt die Stiftung eine Brücke zwischen Kultur und Nachhaltigkeit.
Bedeutung für Deutschland
In einem Land mit einem gut ausgebauten sozialen Netz und einem Bewusstsein für Gleichstellung könnte man fragen: Warum ist die MaLisa Stiftung hier so wichtig? Die Antwort liegt in ihrer Rolle als Katalysator. Sie bringt Themen auf die Agenda, die oft im Alltag untergehen – sei es die unsichtbare Diskriminierung in der Unterhaltungsindustrie oder die Verbindung von Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz. Durch Studien, Veranstaltungen und Kooperationen mit Partnern aus Forschung, Medien und Politik schafft sie Fakten und regt zum Umdenken an.
Besonders in der Medienlandschaft hat die Stiftung Einfluss. Ihre Forschung zu audiovisueller Diversität – etwa die Fortschrittsstudie über Diversität im deutschen Film – zeigt, wo Deutschland steht und wo es hinmuss. Sie arbeitet mit Organisationen wie ProQuote Medien oder den Neuen deutschen Medienmacher*innen zusammen, um intersektionale Vielfalt zu fördern. Solche Initiativen sind essenziell, um eine Gesellschaft abzubilden, die immer bunter wird.
Auch ihr internationaler Ansatz bereichert Deutschland. Projekte wie „MaLisa Home“ oder die Teilnahme an globalen Diskussionen, etwa beim EqualVoice Summit in Zürich, bringen Erfahrungen und Ideen ins Land, die lokale Ansätze ergänzen. Die Stiftung zeigt: Gleichstellung und Nachhaltigkeit sind globale Herausforderungen, die lokal angegangen werden müssen.
Herausforderungen und Perspektiven
Natürlich steht die MaLisa Stiftung vor Hürden. Der Wandel in tief verwurzelten Strukturen – sei es in der Musikbranche oder im Umweltschutz – braucht Zeit. Kritiker könnten fragen, ob Studien und Impulse ausreichen, um echte Veränderungen zu bewirken. Doch die Stiftung setzt auf Bewusstsein und Dialog: Ihre Arbeit ist ein Startschuss, der andere Akteure – von Regisseuren bis zu Politikern – zum Handeln bringen soll.
Die Zukunft sieht vielversprechend aus. Mit ihrer Mischung aus wissenschaftlicher Fundierung und praktischen Projekten hat die MaLisa Stiftung das Potenzial, weiter zu wachsen. Ihr Jahresrückblick 2023 betonte ein „besonderes Jahr“ mit neuen Partnerschaften und einem erweiterten Fokus – ein Zeichen dafür, dass sie sich flexibel an gesellschaftliche Bedürfnisse anpasst.
Ein Leuchtturm für die Gesellschaft
Die MaLisa Stiftung ist mehr als eine Organisation – sie ist ein Symbol für die Verbindung von Gleichstellung, Kultur und Nachhaltigkeit. In Deutschland trägt sie dazu bei, dass Themen wie Gewalt gegen Frauen, Diversität in den Medien und Klimaschutz nicht nur diskutiert, sondern aktiv angegangen werden. Maria und Elisabeth Furtwängler haben mit ihrer Vision einen Raum geschaffen, der inspiriert und fordert. Für eine Gesellschaft, die gerechter und lebenswerter werden will, ist die MaLisa Stiftung ein unverzichtbarer Begleiter. Wer mehr erfahren möchte, findet Details auf ihrer Website: https://www.malisastiftung.org/about.

