
Forscher der Universität Bristol haben herausgefunden, dass Tintenfische beim Anschleichen an ihre Beute eine dynamische Hautdarstellung einsetzen, um im letzten Moment der Annäherung nicht entdeckt zu werden.
Die Tarnung während der Bewegung ist für viele jagende Raubtiere eine Herausforderung. In dieser heute in Science Advances veröffentlichten Studie entdeckte das Team eine neuartige Form der Bewegungstarnung: Breitkeulen-Tintenfische ziehen dunkle Streifen über Kopf und Arme, um ihre Jagdmanöver zu verschleiern.
Der Hauptautor Dr. Matteo Santon von der School of Biological Sciences der Universität Bristol sagte: „Tarnung wurde vorwiegend als Anpassungsmaßnahme untersucht, mit der Beutetiere ihre Entdeckung oder Erkennung durch Raubtiere erschweren, und der Fokus lag fast ausschließlich auf bewegungsloser Beute, da Bewegung die Tarnung tendenziell stört.“

Credits
Matteo Santon
Durch die Beobachtung einer Krabbenbeute konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die Streifen dem Raubtier bei der Jagd als Tarnung dienen. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Sehsystem der Beute durch die starke Bewegung der Streifen überfordert sein könnte, sodass sie die sich nähernden Signale des Raubtiers nicht erkennt.
DOI
10.1126/sciadv.adr3686

