
Darmstadt, 25. April 2025 – Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat das Projekt „MinaStab“ gestartet, um umweltfreundliche Alternativen zu aminischen Stabilisatoren wie IPPD und 6PPD zu entwickeln. Diese Antioxidantien, die Elastomere wie Natur- und Styrol-Butadien-Kautschuk vor Oxidation und Ozon schützen, stehen wegen der Toxizität ihrer Abbauprodukte in der Kritik. Insbesondere das Oxidationsprodukt 6PPD-Q, das aus Reifenabrieb stammt, gilt als starkes Fischgift, während mögliche Gesundheitsrisiken für Menschen noch ungeklärt sind.

Das Projekt „MinaStab“ zielt darauf ab, neue, weniger schädliche Antioxidantien zu finden, deren Wirkungsweise in Kautschukmischungen zu verstehen und den Einsatz aminischer Stabilisatoren zu reduzieren. In Zusammenarbeit mit Industriepartnern will das Fraunhofer LBF anwendungsorientiertes Wissen erarbeiten, von dem die Gummi-Industrie profitieren kann. Die besondere Herausforderung liegt in der seltenen Kombination von Antioxidations- und Ozonschutzeigenschaften, die 6PPD so effektiv macht.
Zur Vorstellung des Projekts lädt das Fraunhofer LBF am 13. Mai 2025 von 14:00 bis 15:00 Uhr zu einer kostenfreien Online-Informationsveranstaltung ein. Interessierte erhalten Einblicke in die Ziele und Ansätze von „MinaStab“, das die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Elastomer-Industrie vorantreibt.

