Algenkonsum birgt kein Strahlenrisiko durch Polonium-210

Durch | September 25, 2025

Eine neue Studie der National University of Ireland Galway (NUIG) entlastet den boomenden Algenmarkt: Der Verzehr von essbaren Seetangarten aus der Irischen See und dem Nordost-Atlantik stellt aufgrund des natürlichen Radionuklids Polonium-210 (210Po) kein radiologisches Risiko dar. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Marine Pollution Bulletin (Band 218, September 2025), zeigen, dass die Strahlendosis durch Algenkonsum bei 1,7 Mikrosievert (?Sv) für Normalverbraucher und 6,4 ?Sv für Vielkonsumenten liegt – weit unter dem globalen Durchschnitt von 70 ?Sv.

Forscher untersuchten 12 kommerzielle Algenarten, darunter Ascophyllum nodosum und Osmundea pinnatifida, an zwei irischen Standorten: Clogherhead (Irische See) und Finavarra (Atlantik). Mit Alpha- und Gamma-Spektrometrie wurden 210Po und andere Radionuklide gemessen. Rote Algen wiesen höhere 210Po-Werte als braune auf, doch die Konzentrationen bleiben unbedenklich. Für sechs Arten lieferte die Studie weltweit erstmalige 210Po-Daten, die als Basis für künftiges Monitoring dienen.

Die Algenindustrie wächst rasant – in Irland von 43 Tonnen (2013) auf 493 Tonnen (2022). Algen dienen als Nahrung, Tierfutter und Zusatzstoffe. Die Studie beruhigt Verbraucher und stärkt den Sektor, fordert aber fortlaufende Überwachung, da Algen Schadstoffe binden können. Die EU sieht Algen als nachhaltige Proteinquelle, und Irland plant eine Verdopplung der Produktion bis 2030. Die Open-Access-Studie (DOI: 10.1016/j.marpolbul.2025.118152) unterstreicht: Algen sind sicher – ein Gewinn für Gesundheit und Umwelt.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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