
Eine deutlich bessere Auslastung des bestehenden US-Stromnetzes könnte Verbrauchern in den kommenden zehn Jahren Einsparungen von mehr als 100 Milliarden Dollar bringen. Das geht aus einer neuen Studie der Wirtschaftsberatung The Brattle Group hervor.
Große Teile der Strominfrastruktur sind derzeit hauptsächlich auf kurze Spitzenlastzeiten ausgelegt und stehen den Rest des Jahres weitgehend ungenutzt zur Verfügung. Durch gezielte Ansiedlung neuer Stromnachfrage in Zeiten und Regionen mit freier Kapazität sowie durch Flexibilitätsmaßnahmen, Effizienzsteigerungen und neue Betriebsstrategien könnten Versorger Kosten senken und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum fördern.
Eine zehnprozentige Verbesserung der Systemauslastung könnte die Strompreise um rund 3,4 Prozent reduzieren. Hochgerechnet auf nationaler Ebene ergeben sich Einsparungen zwischen 110 und 170 Milliarden Dollar bis 2036.
Die Studie „The Untapped Grid“ wurde im Auftrag der Utilize Coalition – zu der unter anderem Google, Tesla und Carrier gehören – sowie von GridLab erstellt. Die Autoren betonen, dass große neue Verbraucher wie Rechenzentren und Industrieanlagen so mehrere Jahre früher ans Netz angeschlossen werden könnten. Zudem sinke das Risiko von Fehlinvestitionen, falls der erwartete Lastanstieg ausbleibe.
Die Informationen stammen aus einer Mitteilung der Brattle Group vom 19. März 2026.


