
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat bei Erkundungsarbeiten in der Schachtanlage Asse II einen erheblichen Salzwasserstrom entdeckt, der die geänderten Wasserfließwege im maroden Atommülllager betrifft. Dies meldete die BGE am Mittwochmorgen über die Plattform X.

Das stillgelegte Bergwerk Asse II, in dem seit den 1960er-Jahren radioaktiver Abfall gelagert wird, kämpft seit Jahren mit Problemen durch eindringendes Wasser. Ein aktueller Bericht im WDR wies darauf hin, dass täglich zigtausende Liter Salzwasser durch undichte Folien und Setzungen im Bergwerk in die Grube gelangen. Die BGE betonte, dass die Zuflüsse auf einer Tiefe von 750 Metern beobachtet werden. „Wir müssen abwarten, ob die Zuflüsse weniger werden. Wenn das so ist, hätten wir einen Jackpot gelandet“, erklärte ein Sprecher.
Die Entdeckung wirft erneut Fragen zur langfristigen Sicherheit des Lagers auf, da die dynamischen geologischen Prozesse im Salzstock die Stabilität gefährden. Experten betonen, dass solche Entwicklungen im Grundstudium der Geologie bekannt sind. Die BGE plant weitere Untersuchungen, um die Auswirkungen des Salzwasserstroms zu bewerten und Maßnahmen zur Sicherung des Lagers zu erarbeiten.
Dieser Vorfall unterstreicht die Dringlichkeit, langfristige Lösungen für die Rückholung des Atommülls und die Sanierung der Asse zu finden, um Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu minimieren.

