
Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2025 wurde Mary E. Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi „ für ihre bahnbrechenden Entdeckungen zur peripheren Immuntoleranz verliehen, die verhindert, dass das Immunsystem dem Körper schadet.“
Die Arbeit der drei Immunologen zur peripheren Toleranz hat das Verständnis des Immungleichgewichts revolutioniert und zu neuen Behandlungsmethoden für Autoimmunerkrankungen, Transplantationen und Krebs inspiriert.
Mary E. Brunkow (geb. 1961, USA), Ph.D. aus Princeton, kartierte genetische Faktoren bei Autoimmunerkrankungen und leitet heute integrative Gesundheitsprojekte am Institute for Systems Biology.
Fred Ramsdell (geb. 1960, USA), Ph.D. von der UCLA, identifizierte in den 2000er Jahren eine wichtige Genvariante, die mit Autoimmunität in Verbindung steht. Heute berät er Sonoma Biotherapeutics dabei, Forschungsergebnisse in Therapien umzusetzen.
Shimon Sakaguchi (geb. 1951 in Japan), ein an der Universität Kyoto ausgebildeter Immunologe, entdeckte in den 1990er Jahren regulatorische T-Zellen und deckte ihre Rolle bei der Unterdrückung schädlicher Immunreaktionen auf. Er ist angesehener Professor an der Universität Osaka.
Das Nobelpreisgeld in Höhe von 11 Millionen schwedischen Kronen wird zu gleichen Teilen unter den drei Preisträgern aufgeteilt.

Im letzten Jahr gingen die Preise an Victor Ambros und Gary Ruvkun für die Entdeckung der microRNA und ihrer Rolle in der posttranskriptionellen Genregulation.
Der Medizin-Nobelpreis ist der erste der jährlich verliehenen Preise. In den kommenden Tagen folgen die Bekanntgabe der Preise in Chemie, Physik, Literatur, Friedens- und Wirtschaftswissenschaften.
Weitere Informationen und Ressourcen finden Sie unter:
https://www.nobelprize.org/

