
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stuft den Vorschlag von EU-Umweltkommissarin Roswall, die EU-Verordnung gegen Entwaldung und Walddegradierung (EUDR) um ein Jahr auf den 30. Dezember 2026 zu verschieben, als schweren Rückschlag für den internationalen Waldschutz ein.

Die Verzögerung gefährde Millionen Hektar wertvoller Wälder, die weiterhin für den europäischen Konsum zerstört werden könnten. Zudem lasse sie Unternehmen, die in entwaldungsfreie Lieferketten investiert haben, ohne verlässliche Planungssicherheit. Erfolgreiche Testläufe, etwa bei der Rückverfolgung von brasilianischem Rindfleisch, Leder und Soja, belegten die technische Machbarkeit der Verordnung. Die DUH fordert das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten auf, den ursprünglichen Zeitplan einzuhalten und die Verordnung wie geplant zum 30. Dezember 2025 in Kraft treten zu lassen.

