
Ein Team von Wissenschaftlern der UNSW hat herausgefunden, dass einige der wichtigsten neuen Kältemittel zum Teil in persistente Treibhausgasschadstoffe zerfallen, darunter auch Verbindungen, die international verboten wurden. Kältemittel sind Chemikalien, die sich von einer Flüssigkeit in ein Gas verwandeln – und umgekehrt – und dabei Wärme übertragen, und die zur Kühlung und Beheizung von Räumen verwendet werden. Die Chemikalien werden auch als Treibmittel für Aerosole, als Feuerschutzmittel und bei der Herstellung von geschäumten Kunststoffen verwendet.

Hydrofluorolefine (HFO), die in der unteren Atmosphäre schnell reagieren, haben sich als führende synthetische Chemikalie für Kühlmittel durchgesetzt und gelten als umweltfreundlichere Alternative zu ihren chemischen Vorgängern;
Es ist zwar bekannt, dass sich HFOs in Chemikalien wie Trifluoracetaldehyd zersetzen, aber es gab eine anhaltende Diskussion darüber, ob diese Verbindung weiter in Fluorform zerfällt – den umweltschädlichsten Fluorkohlenwasserstoff (HFC), den sie ersetzen sollten.
HFOs, die eine kürzere Lebensdauer in der Atmosphäre haben, sind jetzt die führenden synthetischen Ersatzstoffe und werden als Kühlmittel, Schaumtreibmittel – wie sie in Isolierschaum verwendet werden – und Aerosol-Treibgase schnell verbreitet.
Die Wissenschaftler wissen zwar einiges über die chemischen Abbauprozesse von HFO, aber es gibt seit langem eine Debatte darüber, ob sie tatsächlich zu einigen der umweltschädlichsten HFKW zerfallen.
„Wir haben umfassend nachgewiesen, dass einige der wichtigsten HFOs in HFKWs zerfallen, und haben die ersten harten wissenschaftlichen Daten geliefert, die für die Modellierung und Vorhersage der Folgen einer groß angelegten Emission benötigt werden“, sagt Dr. Hansen. „Obwohl bei der Reaktion nur eine geringe Menge Fluorform entsteht, kann die Chemikalie bis zu 200 Jahre lang in der Atmosphäre vorhanden sein, und mit einem Erderwärmungspotenzial, das mehr als 14.000 Mal höher ist als das von CO2, kann eine geringe Ausbeute dennoch erhebliche Auswirkungen haben.“
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