Für Menschen giftige Chemikalie aus Waldbränden bleibt länger in Wolken

Durch | August 29, 2025

Forscher haben herausgefunden, warum eine im Rauch von Waldbränden vorkommende giftige Verbindung dem natürlichen Abbau widersteht, wenn sie in atmosphärischen Wassertröpfchen gelöst wird.

Die Studie wurde von Forschern der University of Bristol und der Central Laser Facility des Science and Technology Facilities Council (STFC) durchgeführt.

Der Befund erklärt, warum 2,4-Dinitrophenol (DNP), eine für Pflanzen, Tiere und Menschen giftige chemische Verbindung, länger in der Atmosphäre aktiv bleiben kann als bisher angenommen.

Diese Beständigkeit könnte eine Erklärung dafür sein, warum brauner Kohlenstoff aus Waldbränden über längere Zeiträume zur globalen Erwärmung beiträgt.

Das atmosphärische Verhalten von DNP verstehen

Das Forschungsteam untersuchte, wie sich Umweltbedingungen auf die Lebensdauer von DNP in der Atmosphäre auswirken.

Sie fanden heraus, dass DNP, wenn es sich in winzigen Wassertröpfchen in der Luft auflöst, aus denen Nebel und Wolken bestehen, widerstandsfähiger gegen den natürlichen Oxidationsprozess wird, der es normalerweise zersetzen würde.

Giftig für Klima und öffentliche Gesundheit

DNP gelangt über verschiedene Quellen in die Atmosphäre, unter anderem durch Waldbrände.

Sobald DNP als Teil brauner Kohlenstoffpartikel in der Luft ist, absorbiert es Sonnenlicht und wandelt es in Wärme um, was zum Klimawandel beiträgt.

Die Verbindung ist außerdem für lebende Organismen giftig, sodass ihre verlängerte Lebensdauer in der Atmosphäre sowohl für das Klima als auch für die öffentliche Gesundheit ein Problem darstellt.

DNP-Quellen jenseits von Waldbränden

Neben Waldbränden wird DNP auch durch folgende Faktoren erzeugt:

  • Fahrzeugemissionen sowohl aus Biokraftstoffen als auch aus fossilen Brennstoffen
  • Heizkamine und Lagerfeuer in Wohngebäuden
  • kontrolliertes landwirtschaftliches Abbrennen

Die umfassenderen Auswirkungen von braunem Kohlenstoff

Brauner Kohlenstoff ist ein bräunlicher Rauch, der beim Verbrennen organischer Stoffe wie Wälder freigesetzt wird und gefährliche Mengen organischer Chemikalien enthält, die sowohl kurz- als auch langfristige Gesundheitsprobleme verursachen.

Schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen sterben jährlich durch die Einwirkung von Waldbränden und Rauch.

Die Forschungsergebnisse erscheinen vor dem Hintergrund einer weltweiten Zunahme der Waldbrände. Vier der fünf schlimmsten Jahre der Geschichte ereigneten sich seit 2020.

Ungewöhnliche Waldbrandgebiete wie Großbritannien und Schweden verdeutlichen die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels

Symbolbild Credits Tenor
Autoren-Avatar
LabNews Media LLC
LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände