
Bodenbürtige Pilze, die Pflanzenkrankheiten wie Fusarium oxysporum, Rhizoctonia solani und Phytophthora capsici verursachen, bedrohen die Landwirtschaft weltweit. Chemische Fungizide sind wirksam, schädigen jedoch die Umwelt, weshalb nachhaltige Alternativen gesucht werden. Eine Studie, veröffentlicht am 31. Januar 2025 in „Pedosphere“ (DOI:10.1016/j.pedsph.2024.11.007), zeigt, dass Huminsäure, eine organische Bodenverbindung, schädliche Pilze effektiv hemmt und eine umweltfreundliche Lösung bietet.
Forscher des State Key Laboratory of Soil and Sustainable Agriculture sowie des Jiangsu Vocational College of Agriculture and Forestry untersuchten die antimykotischen Eigenschaften von Huminsäure. Ihre Carboxyl-, Phenol- und Methoxygruppen interagieren mit Pilzzellen, stören deren Morphologie, biochemische Prozesse und Signalwege, wodurch Wachstum und Vermehrung verhindert werden. Die Studie belegt Hemmungsraten von über 80 Prozent gegen bedeutende Krankheitserreger. Huminsäure könnte chemische Fungizide ersetzen und die Bodengesundheit sowie mikrobielle Vielfalt fördern.
Die Ergebnisse betonen das Potenzial von Huminsäure für nachhaltige Landwirtschaft. Sie bietet Landwirten ein natürliches Mittel gegen Pilzkrankheiten, unterstützt die Pflanzenproduktion und reduziert Umweltschäden. Weitere Forschung könnte ihre Integration in breitere landwirtschaftliche Praktiken ermöglichen, die Ernährungssicherheit stärken und den Wandel zu umweltfreundlicheren Systemen vorantreiben. Professor Zhongpei Li sieht in Huminsäure einen Wendepunkt für gesündere landwirtschaftliche Ökosysteme.
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