Jute und Papiergarn könnten die Zukunft der Textilien prägen

Durch | September 29, 2025

Durch die Kombination von Mikrowellentechnologie mit chemischer Behandlung hat Felicia Syrén erforscht, wie erneuerbaren Materialien wie Jute und Papiergarn neue Eigenschaften verliehen werden können – und damit neue Anwendungsmöglichkeiten in der Textilindustrie.

In ihrer Doktorarbeit untersuchte Felicia Syrén, wie sich Jute durch Mikrowellenbehandlung und Imprägnierung mit Polyvinylalkohol modifizieren lässt und wie sich Papiergarn mithilfe von Chemikalien, die bereits in der Textilproduktion eingesetzt werden, besser stricken lässt.

„Zugversuche zeigten, dass behandelte Jute deutlich stärker dehnbar ist und sich das Papiergarn, insbesondere durch den Einsatz von Silikon, leichter verstricken lässt. Eine unerwartete Erkenntnis war, dass Wachs tatsächlich die Reibung erhöht – ganz im Gegenteil zu dem, was man normalerweise erwarten würde“, sagte Felicia Syrén, die am 5. September ihre Dissertation im Bereich Textile Werkstofftechnik verteidigte.

Die Ergebnisse ebnen den Weg für weitere Forschungen, beispielsweise darüber, wie sich die Wachsmenge auf die Eigenschaften des Garns auswirkt. Dies sind wichtige Erkenntnisse für den zukünftigen Einsatz alternativer Materialien in der Textilherstellung.Erneuerbare Ressourcen können stärker genutzt werden

Die Forschung knüpft an ein breiteres gesellschaftliches Thema an: die Textilindustrie nachhaltiger zu gestalten.
„Textilien werden zunehmend eingesetzt, nicht zuletzt in technischen Anwendungen. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, müssen wir mit einer größeren Bandbreite an Materialien arbeiten können. Deshalb habe ich mich auf natürliche, erneuerbare Ressourcen konzentriert, die derzeit nicht ausreichend genutzt werden“, sagt Felicia Syrén, die als Werkstoffdesign-Ingenieurin arbeitet.

Nach ihrer Dissertation verlässt sie die Wissenschaft – zumindest vorerst.
„Ich habe drei Jahre in der Stahlindustrie gearbeitet und werde nicht an der Universität Borås bleiben. Aber die Forschung macht mir großen Spaß, und ich habe noch unveröffentlichte Daten, die ich vielleicht in einer wissenschaftlichen Arbeit verarbeiten werde.“

Ihre Zeit als Doktorandin beschreibt sie als herausfordernd und fantastisch zugleich.
„Ich habe neue Freunde gefunden und viel über die Welt – und über mich selbst – gelernt. Es war mir eine Freude, mich technisch mit Textilien zu beschäftigen, zumal ich umgeben von Textilien in verschiedenen Formen aufgewachsen bin und meine Mutter ein Nähatelier betreibt.“

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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