Klimaschutz erhöht Arbeitskräftebedarf: Bis 2040 fehlen zehntausende Fachkräfte

Durch | August 19, 2025
Credits: Shane Rounce, unsplash

Die Umsetzung des Klimaschutzes wird die Nachfrage nach Arbeitskräften in den kommenden Jahren deutlich steigern. Modellrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass für die Energiewende bis 2030 etwa 157.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt werden, bis 2040 rund 102.000. Für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sind bis 2030 und 2040 jeweils über 40.000 weitere Arbeitskräfte erforderlich.

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Besonders im Baugewerbe, in der Energieversorgung, der Land- und Forstwirtschaft sowie in der IT und vorgelagerten Zulieferindustrien wird der Bedarf steigen. Trotz dieses Anstiegs könnte es durch demografischen Wandel und digitale Transformation in diesen Branchen insgesamt zu einem Arbeitsplatzabbau kommen.

Die Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte gestaltet sich bereits heute schwierig. In der Energietechnik beträgt die durchschnittliche Suchdauer 112 Tage, in der Elektrotechnik 114 Tage. Auch im Hochbau (100 Tage) und in der Naturstein-, Mineral- und Baustoffherstellung (104 Tage) ist der Arbeitsmarkt angespannt. Um den Bedarf zu decken, werden Maßnahmen wie die Umschulung aus schrumpfenden Wirtschaftsbereichen, die Förderung des MINT-Bereichs, erleichterte Anerkennung ausländischer Qualifikationen, die Reduzierung von Bildungsabbrüchen sowie eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren vorgeschlagen.

Die Analyse basiert auf der achten Welle der QuBe-Basisprojektion, die die Arbeitsmarkteffekte von Energiewende und Klimaschutz bis 2040 untersucht. Die Ergebnisse sind im IAB-Forum verfügbar.

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