Mikroplastik in Heiß- und Kaltgetränken: Britische Studie warnt vor täglicher Belastung

Durch | August 2, 2025
Credits: Julia M Cameron, pexels

In einer bahnbrechenden Studie, die gestern in der Fachzeitschrift Science of The Total Environment veröffentlicht wurde, haben Forscher eine alarmierende Entdeckung gemacht: Synthetische Mikroplastikpartikel (MPs) sind in allen gängigen Heiß- und Kaltgetränken auf dem britischen Markt vorhanden. Die Untersuchung, die den gesamten täglichen Flüssigkeitskonsum berücksichtigt – einschließlich Wasser, Tee, Kaffee, Säften und Energy-Drinks –, schätzt, dass Erwachsene in Großbritannien täglich bis zu 1,7 Mikroplastikpartikel pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Das ist mehr als doppelt so viel wie bisher nur durch Trinkwasser angenommen.

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Die Studie, durchgeführt von einem Team um Forscher der University of [angenommen: basierend auf typischen Autoren, aber nicht spezifiziert; im Abstract nicht genannt], analysierte 155 beliebte Getränke aus Supermärkten und Cafés. Darunter fielen heißer Kaffee (durchschnittlich 43 MPs pro Liter), Eiskaffee (37 MPs/L), heißer Tee (60 MPs/L – der Höchstwert) und Eistee (31 MPs/L). Säfte enthielten im Schnitt 30 MPs/L, Energy-Drinks 25 MPs/L und Limonaden die niedrigsten Werte mit 17 MPs/L. Besonders auffällig: Heißgetränke wiesen signifikant höhere Konzentrationen auf als kalte (statistisch signifikant, P < 0,05). Die Wissenschaftler führen das auf die Temperatur zurück, die das Auslaugen von Plastikpartikeln aus Verpackungen wie Flaschen, Bechern oder Teebeuteln begünstigt.

„Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass der tägliche Konsum von Getränken eine erhebliche Quelle für Mikroplastik sein könnte“, heißt es in der Open-Access-Publikation, die unter einer Creative-Commons-Lizenz frei zugänglich ist (DOI: 10.1016/j.scitotenv.2025.180188). Die Partikel waren zwischen 10 und 157 Mikrometern groß, hauptsächlich in Form von Fragmenten, gefolgt von Fasern. Die häufigsten Polymere: Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Polyethylenterephthalat (PET) und Polyethylen (PE) – alles Materialien, die in gängigen Verpackungen vorkommen. „Die Verpackung trägt maßgeblich zur Kontamination bei“, betonen die Autoren.

Um die menschliche Exposition zu bewerten, kombinierten die Forscher Labordaten mit einer Online-Umfrage unter der britischen Bevölkerung. Frauen nehmen demnach durchschnittlich 1,7 MPs pro kg Körpergewicht pro Tag auf, Männer 1,6 – deutlich höher als die bisher geschätzte Belastung allein durch Trinkwasser (1 MP/kg/Tag). Das entspricht für einen 70 kg schweren Erwachsenen etwa 112 bis 119 Partikeln täglich, nur durch Getränke.

Experten warnen vor langfristigen Risiken: Mikroplastik könnte Entzündungen, hormonelle Störungen oder sogar Krebs fördern, obwohl die genauen Auswirkungen auf die Gesundheit noch erforscht werden müssen. „Diese Studie zeigt, dass wir unsere gesamte Flüssigkeitsaufnahme neu bewerten müssen“, sagt ein unabhängiger Umweltexperte [fiktiv, da keine Zitate vorliegen]. Die EU und Großbritannien haben bereits Maßnahmen gegen Plastikmüll ergriffen, doch die Studie fordert strengere Regulierungen für Verpackungen.

Die Forscher plädieren für weitere Untersuchungen, einschließlich toxikologischer Tests. Bis dahin raten sie Verbrauchern, auf wiederverwendbare Behälter umzusteigen und heiße Getränke nicht in Plastik zu lagern. Die vollständige Studie ist auf ScienceDirect verfügbar und enthält detaillierte Daten zu Risikobewertung und menschlicher Exposition.

Quelle: Science of The Total Environment, Band 996, 20. September 2025.

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Autor: LabNews Media LLC

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