
Ein Forschungsteam der Universität Trier unter Leitung von Prof. Dr. Henrik Krehenwinkel hat eine innovative Methode zur schnellen und kostengünstigen Bestimmung von Artenvielfalt direkt im Gelände entwickelt. Das Verfahren, das auf tragbaren Geräten und Umwelt-DNA basiert, wurde erfolgreich an der Ruwer bei Trier getestet.

Angesichts des globalen Rückgangs der Biodiversität sind zuverlässige und schnelle Methoden zur Erfassung von Artenveränderungen essenziell. Bisherige Analysen waren zeitaufwändig, teuer und erforderten oft das Fangen oder Töten von Tieren. Die neue Methode liefert laborqualitative Ergebnisse ohne aufwändige Labortechnik. Wasserproben werden vor Ort gefiltert, die Umwelt-DNA mit mobilen Geräten vervielfältigt und mit einem kompakten Sequenzierer analysiert. So können etwa Fischarten in Gewässern identifiziert werden, ohne Tiere zu schädigen.
Die Studie zeigt, dass die Ergebnisse mit klassischen Methoden übereinstimmen. Das Verfahren verspricht, den Natur- und Artenschutz durch einfachere und tierfreundlichere Analysen zu unterstützen und liefert einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis und Schutz der Umwelt.

