Neue Studie unterstreicht die Rolle des Bodentyps bei der Lachgasminderung

Durch | März 20, 2025

Eine kürzlich in Soil Ecology Letters veröffentlichte Studie unterstreicht die Bedeutung des Bodentyps für die Bestimmung wirksamer landwirtschaftlicher Strategien zur Reduzierung von Lachgasemissionen (N?O). Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zeigen, dass Nitrifikationsinhibitoren (NI) und Maisstroh die aus Düngemitteln stammenden N?O-Emissionen deutlich reduzieren können, ihre Wirksamkeit jedoch je nach spezifischen Bodeneigenschaften variiert. Die Studie legt nahe, dass NI zwar in einigen Böden hochwirksam sind, organische Bodenverbesserungsmittel wie Stroh jedoch nicht immer die gleichen Ergebnisse erzielen, insbesondere wenn die bodenbedingten Stickstoffemissionen dadurch steigen.

In einem 60-tägigen Experiment verwendeten die Forscher15N-Tracing-Methode zur Analyse von N?O- und Stickstoffemissionen (N?) aus zwei gängigen landwirtschaftlichen Böden: Mollisol und Inceptisol. Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede zwischen diesen Böden hinsichtlich der kumulativen Emissionen. Im Inceptisol, der einen höheren pH-Wert und einen aktiven Stickstoffkreislauf aufweist, reduzierten NIs die düngemittelbedingten N?O-Emissionen um bis zu 78 % und die N?-Emissionen um 81 %. Im Mollisol hingegen verringerte Maisstroh zwar die düngemittelbedingten N?O-Emissionen um 60 %, erhöhte aber gleichzeitig die bodenbedingten N?-Emissionen um 75–96 %, was zu minimalen Veränderungen der Gesamtstickstoffemissionen führte.

Auswirkungen auf die nachhaltige Landwirtschaft

Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes für das landwirtschaftliche Treibhausgasmanagement, der sowohl die Bodeneigenschaften als auch die Quellen der Stickstoffemissionen berücksichtigt. Obwohl die Reduzierung von Düngemittel-N?O ein wichtiges Ziel ist, zeigt diese Studie, dass bodenbedingte Stickstoffemissionen diese Reduktionen zunichtemachen können, insbesondere bei Verwendung organischer Zusätze wie Stroh. Allein die Daten zu Düngemittelemissionen liefern möglicherweise kein vollständiges Bild, und die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit gezielter, bodenspezifischer Maßnahmen zur Maximierung der Emissionsreduzierung.

„Unsere Forschung zeigt, dass das Verständnis von Bodeneigenschaften und Stickstoffquellen entscheidend für die Entwicklung wirksamer Strategien zur Treibhausgasminderung in der Landwirtschaft ist“, sagte Dr. Zhi Quan, der leitende Forscher der Studie. „Dieser Ansatz stellt sicher, dass Strategien zur Emissionsreduzierung sowohl nachhaltig als auch wirklich effektiv sind.“

Durch die Anpassung landwirtschaftlicher Praktiken an die Eigenschaften jedes Bodentyps liefert diese Forschung einen wertvollen Vorschlag für eine klimafreundliche Landwirtschaft, die die Umweltbelastung reduziert, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen.

https://journal.hep.com.cn/sel/EN/10.1007/s42832-024-0276-9

Gesamte düngemittelbedingte und bodenbedingte kumulative N2O und N2 Emissionen in den beiden Böden Fehlerbalken zeigen den Standardfehler der Mittelwerte n = 4 Unterschiedliche Buchstaben weisen auf signifikante Unterschiede der bodenbedingten N2 oder N2O Emissionen p < 005 zwischen den Behandlungen Harnstoff Harnstoff+DCD und Harnstoff+Stroh hin ns bedeutet nicht signifikant
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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