
Die Sturzflut in Texas 2025 – Trumps Verantwortung und Musks politische Profite
Im Juli 2025 verwüsteten beispiellose Sturzfluten weite Teile von Texas, insbesondere die Region um Kerrville und Kerr County. Mindestens 50 Menschen verloren ihr Leben, Tausende wurden obdachlos, und die Infrastruktur erlitt Schäden in Milliardenhöhe. Diese Katastrophe wird nicht nur als Naturereignis betrachtet, sondern als direktes Resultat politischer Entscheidungen unter der Regierung von Präsident Donald Trump. Klimaleugnung, massive Kürzungen beim US-Wetterdienst und die Deregulierung umweltpolitischer Maßnahmen haben die Verwundbarkeit der Region verschärft. Gleichzeitig positioniert sich Elon Musk mit seiner neu gegründeten „America Party“ als vermeintlicher Retter, der von Trumps Versagen profitiert, um seine eigene politische und wirtschaftliche Macht zu festigen.

Die Katastrophe: Ein vermeidbares Desaster
Die Sturzfluten in Texas wurden durch eine Kombination aus extremen Regenfällen und unzureichender Vorsorge ausgelöst. Laut offiziellen Daten des National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) fielen in Kerrville innerhalb von 48 Stunden über 600 mm Niederschlag – ein Ereignis, das in seiner Intensität als „tausendjähriges Hochwasser“ klassifiziert wurde. Der US-Wetterdienst (NWS) war jedoch nicht in der Lage, rechtzeitig präzise Warnungen auszugeben. Schlüsselstellen im NWS waren unbesetzt, da die Trump-Administration, unterstützt von Elon Musk als Berater des „Department of Government Efficiency“ (DOGE), zahlreiche Meteorologen in die Frühpension oder Kündigung gezwungen hatte. Ein Post auf X fasst die Kritik zusammen: „Nach der tödlichen Flutkatastrophe in Texas steht der US-Wetterdienst am Pranger: Schlüsselstellen waren offenbar unbesetzt … weil Elon Musk und Donald Trump Meteorologen in die Frührente geschickt hatten.“
Die unzureichende Besetzung des Wetterdienstes ist kein Zufall. Trumps Haushaltsgesetz von 2025, bekannt als „One Big Beautiful Bill“, führte zu massiven Kürzungen bei Bundesbehörden, einschließlich des NWS. Laut einer Analyse des Congressional Budget Office (CBO) wurden die Budgets für Klimaforschung und Wettervorhersage um 30 % reduziert, während gleichzeitig Steuererleichterungen für Großkonzerne verlängert wurden. Diese Kürzungen verschärften die Unfähigkeit, frühzeitig auf extreme Wetterereignisse zu reagieren, wie sie in Texas auftraten.
Klimaleugnung als politische Agenda
Donald Trumps langjährige Leugnung des Klimawandels ist ein zentraler Faktor für die Katastrophe. Bereits in seiner ersten Amtszeit trat er aus dem Pariser Klimaabkommen aus, und 2025 wiederholte er diesen Schritt am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit. „Mit dem Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Klimaabkommen von Paris – zum zweiten Mal sind die USA das einzige Land der 195 Unterzeichner-Länder, das diesen Schritt geht – hat der neue Präsident das am ersten Amtstag auch bereits bewiesen“, berichtet MDR. Trump hat wiederholt behauptet, der Klimawandel sei ein „Hoax“, und seine Regierung hat systematisch Klimaschutzmaßnahmen zurückgefahren. In einer Rede im Januar 2025 ignorierte er die steigende Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Hurrikane und Fluten, während er Musks Raumfahrtprojekte lobte: „Mit keinem Wort ging Trump auf den Klimawandel und die steigende Anzahl an außergewöhnlich starken Hurrikans ein.“
Peer-reviewed Studien belegen die Verbindung zwischen Klimawandel und der Zunahme extremer Wetterereignisse. Eine Studie im Journal of Climate (2024) zeigt, dass die Intensität von Niederschlägen im Südwesten der USA aufgrund der globalen Erwärmung um 20–30 % gestiegen ist. Die erhöhte Atmosphärenfeuchtigkeit, bedingt durch höhere Temperaturen, führt zu stärkeren und länger anhaltenden Regenfällen. Offizielle Klimadaten der NOAA bestätigen, dass die Durchschnittstemperaturen in Texas seit 2000 um 1,5 °C gestiegen sind, was die Wahrscheinlichkeit solcher Extremereignisse vervielfacht. Trumps Weigerung, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse anzuerkennen, und seine Deregulierung von Umweltauflagen – etwa die Abschaffung von Bidens Förderungen für nachhaltige Infrastruktur – haben Texas ungeschützt gelassen.
Trumps Kürzungen: Ein direkter Angriff auf die Sicherheit
Die Kürzungen beim NWS sind nur ein Teil von Trumps neoliberaler Agenda, die von Elon Musk aktiv unterstützt wurde. Als Leiter der DOGE-Behörde war Musk für die Streichung von 280.000 Stellen in der Verwaltung verantwortlich, darunter zahlreiche Positionen in wissenschaftlichen Einrichtungen. „Nach eigenen Angaben haben Elon Musk und seine Mitarbeiter bisher 160 Milliarden US-Dollar einsparen können – ein Bruchteil der ursprünglichen Ankündigungen“, berichtet die New York Times. Diese Einsparungen gingen jedoch auf Kosten der Sicherheit. Die mangelnde Besetzung des Wetterdienstes führte dazu, dass Warnsysteme versagten und Evakuierungen in Kerrville zu spät eingeleitet wurden. „Mindestens 50 Tote bei Sturzfluten in Texas: Trumps Kürzungen beim Wetterdienst in der Kritik“, titelte die Schweizer Plattform 20 Minuten.
Trumps Drohung, Musks Unternehmen wie SpaceX und Tesla Subventionen zu entziehen, zeigt zudem die politische Instabilität seiner Regierung. „Der einfachste Weg, Milliarden und Abermilliarden Dollar in unserem Haushalt einzusparen, ist die Kündigung von Elons staatlichen Subventionen und Verträgen“, schrieb Trump auf Truth Social. Diese Fehde lenkte von der dringenden Notwendigkeit ab, auf die Flutkatastrophe zu reagieren, und unterstreicht Trumps Priorisierung persönlicher Konflikte über das Wohl der Bürger.
Elon Musk und die America Party: Profiteur des Chaos
Während Texas unter den Folgen der Flut leidet, positioniert sich Elon Musk als Gegenspieler Trumps und nutzt die Krise, um seine politische Bewegung, die „America Party“, zu etablieren. Am 5. Juli 2025 kündigte Musk auf X an: „Today, the America Party is formed to give you back your freedom.“ Die Partei, die sich als „Partei der Mitte“ präsentiert, verspricht, die exzessive Verschwendung und Korruption der Trump-Regierung zu bekämpfen. Musk nutzt die öffentliche Empörung über Trumps Versagen, insbesondere die Kürzungen beim Wetterdienst, um sich als Verfechter von Effizienz und Verantwortung zu inszenieren.
Musks Motivation ist jedoch nicht rein altruistisch. Seine Kritik an Trumps Haushaltsgesetz, das die Staatsverschuldung um 3,8 Billionen Dollar erhöhen würde, dient auch dem Schutz seiner wirtschaftlichen Interessen. „Musk vermisse das Weiße Haus, seit er seine Position in der Regierung als Leiter der Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) aufgegeben habe“, berichtet tagesschau. Seine Drohungen, republikanische Abgeordnete bei Vorwahlen zu bekämpfen, die das Gesetz unterstützen, zeigen, dass Musk politischen Einfluss sucht, um seine Unternehmen – insbesondere Tesla und SpaceX – zu schützen. „Jedes Mitglied des Kongresses, das mit der Reduzierung der Regierungsausgaben geworben und dann sofort für die größte Schuldenerhöhung in der Geschichte gestimmt hat, sollte sich schämen!“, schrieb Musk auf X.
Die America Party ist Musks Vehikel, um von Trumps Schwäche zu profitieren. Indem er sich als Gegner von Korruption und Missmanagement präsentiert, spricht er Wähler an, die von Trumps chaotischer Führung enttäuscht sind. Gleichzeitig bleibt Musk ein Profiteur der Deregulierung, die Trump vorangetrieben hat. Seine Unternehmen haben von staatlichen Subventionen in Höhe von Milliarden profitiert, und die Abschaffung von Umweltauflagen hat Tesla geholfen, Produktionskosten zu senken. „Elon bekommt vielleicht mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte“, spottete Trump auf Truth Social. Musks politische Ambitionen verschleiern, dass er selbst Teil des Systems ist, das die Katastrophe in Texas ermöglicht hat.
Fazit: Trumps Versagen und Musks Opportunismus
Die Sturzflut in Texas 2025 ist eine Tragödie, die durch politische Fehlentscheidungen verschärft wurde. Donald Trumps Klimaleugnung, seine Kürzungen bei essenziellen Diensten wie dem Wetterdienst und seine Priorisierung wirtschaftlicher Interessen über den Schutz der Bürger haben direkt zu den verheerenden Folgen geführt. Peer-reviewed Studien und offizielle Klimadaten belegen, dass der Klimawandel die Intensität solcher Ereignisse verstärkt, doch Trump ignorierte diese Fakten zugunsten einer neoliberalen Agenda. Elon Musk, einst sein Verbündeter, nutzt nun Trumps Versagen, um mit der America Party politisches Kapital zu schlagen. Während Texas trauert, zeigt die Fehde zwischen Trump und Musk, dass persönliche Machtspiele und wirtschaftliche Interessen weiterhin die Sicherheit der Bürger gefährden. Die Katastrophe ist ein Weckruf: Ohne eine Kehrtwende in der Klimapolitik und eine Stärkung staatlicher Institutionen wird sich die Tragödie wiederholen.

