
Curahuasi (pugnalom) – Ein MRT, gespendet von den Gewinnern des Deutschen Zukunftspreises 2023, ist im Hospital Diospi Suyana in der Andenregion Apurímac, Peru, angekommen. Ab Juli 2025 soll das innovative MRT-Gerät die Gesundheitsversorgung des indigenen Quechua-Volkes verbessern. Drei Teams des Uniklinikums Erlangen unterstützen vor Ort die Inbetriebnahme und Schulung. Die Spende, finanziert aus dem 250.000-Euro-Preisgeld und ergänzt durch Siemens Healthineers, Siemens AG und Siemens Caring Hands, umfasst einen zehnjährigen Servicevertrag.

Das erste Team – Oberärztin Dr. Christine Hauer, MTR Laura Schwarzfärber und Azubi Frederic Balling – reist am 7. Juni 2025 nach Curahuasi, um den Scanner in Betrieb zu nehmen und erste Untersuchungen durchzuführen. Das zweite Team, Dr. David Schinz und MTR Andrea Mühl, schult im August die peruanischen Kollegen. Im September übergeben Preisträger Prof. Dr. Michael Uder und Dr. David Grodzki das Gerät final. „Wir wollen MRT-Technologie dorthin bringen, wo sie zuvor fehlte“, sagt Uder.
Das Hospital Diospi Suyana, 2007 von Dr. Martina und Dr. Klaus-Dieter John gegründet, versorgt über 586.000 Patienten, viele nach stundenlangen Anreisen. Bisher fehlte ein MRT für präzise Diagnosen. „Die Nachfrage übersteigt die Kapazitäten, Patienten werden ausgelost“, erklärt Hauer. Der Magnetom Free.Star, entwickelt von Uder, Dr. Stephan Biber und Grodzki, nutzt 0,55 Tesla Feldstärke und 0,7 Liter Helium, was Installation und Betrieb in abgelegenen Regionen erleichtert. KI-gestützte Bildrekonstruktion sorgt für hohe Diagnosequalität.
Die Spende, im November 2024 im Schloss Bellevue symbolisch übergeben, markiert einen Meilenstein für die Region. „Diese Technologie verbessert das Leben der Quechua erheblich“, betont Elisabeth Staudinger von Siemens Healthineers. Das Projekt zeigt, wie Innovation und soziales Engagement Gesundheitsversorgung in benachteiligten Gebieten stärken können.

