Feldtag in Lietzen thematisiert Bodengesundheit und nachhaltige Landwirtschaft

Durch | Juli 25, 2025
Credits: JJ Gouin, iStock

Am 4. September 2025 veranstalten das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und die Komturei Lietzen gemeinsam mit weiteren Partnern den Feldtag „Boden.Wissen.Handeln – 30 Jahre Praxisversuch Lietzen“ in Lietzen, Brandenburg. Anlass ist das dreißigjährige Bestehen eines der ältesten Praxisversuche zur reduzierten Bodenbearbeitung in Deutschland. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Erkenntnisse und Methoden zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Böden vorzustellen. 

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Das Programm richtet sich an LandwirtInnen, Studierende, Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie an weitere Interessierte. Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen, wie Böden auch zukünftig produktiv und widerstandsfähig bleiben können und mit welchen Methoden sie sich vor Erosion, Trockenheit und Schadstoffen schützen lassen. Vorgestellt werden unter anderem Maßnahmen wie Strip-Till, mechanische Unkrautregulierung, Humusaufbau und digitale Bodenkartierung.

Der Vormittag startet in der Komturei Lietzen mit einer Podiumsrunde, in der Perspektiven zur langfristigen Sicherung gesunder Böden in Brandenburg diskutiert werden. Im Anschluss geben Fachleute Einblicke in den praktischen Einsatz verschiedener Methoden, um beispielsweise den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern oder den Wasserhaushalt im Boden durch gesteuerte Drainage zu regulieren. Außerdem werden Empfehlungen für den Humusaufbau sowie Erfahrungen aus der Praxis berichtet.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erhalten BesucherInnen auf der Langzeitversuchsfläche Einblicke in die Ergebnisse der letzten 30 Jahre. An interaktiven Stationen werden Auswirkungen unterschiedlicher Bodenbearbeitungsverfahren anhand aktueller Daten präsentiert. Dazu zählen Bodengesundheitsmonitoring, Messungen von Bodenerosion und Wasseraufnahme sowie die Analyse von Bodenschichten und Bodenstruktur mittels Computertomographie. Forschende stellen digitale Methoden wie sensorbasierte Bodenkartierung und teilflächenspezifisches Nährstoffmanagement vor.

Ein Informationsstand des Innovationszentrums für Agrarsystemtransformation bietet zudem Raum für Dialog über zukünftigen Bodenschutz. Das Citizen-Science-Projekt ECHO Soil informiert über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung beim Bodenschutz und Datenerhebungen zu europäischen Projekten.

Der Praxisversuch Lietzen verbindet seit 1995 wissenschaftliche Untersuchungen und Praxiserfahrungen und zählt zu den wenigen Langzeitstudien vergleichbarer Art in Deutschland. Beim Feldtag werden die wichtigsten Ergebnisse und Entwicklungen aus drei Jahrzehnten vorgestellt.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

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