
Forscher haben mithilfe von Künstlicher Intelligenz und von Bürgern eingesendeten Fotos die erste in Madagaskar nachgewiesene Anopheles stephensi-Mücke identifiziert. Dies geschieht inmitten einer zunehmenden Bedrohung durch die Malaria übertragende Mücke in ganz Afrika.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Ausbreitung von Anopheles stephensi als erhebliche Gefahr für die Malariabekämpfung und -eliminierung, insbesondere in Afrika, eingestuft. Die in der Fachzeitschrift „Insects“
veröffentlichten Ergebnisse zeigen, wie lokale Gemeinschaften und digitale Technologien mobilisiert werden können, um Lücken in der Überwachung dieser Art zu schließen, insbesondere in schwer zu überwachenden städtischen Gebieten. Der Fund gelang, nachdem Einwohner von Madagaskars Hauptstadt Antananarivo ein Smartphone-Foto über die von der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelte Citizen-Science-App GLOBE Observer eingereicht hatten. Das Nahaufnahmefoto zeigte eine Mückenlarve, die in der Stadt von einem Reifen gesammelt worden war. Das Foto entstand 2020, wurde aber erst zwei Jahre später entdeckt, als Wissenschaftler im Zuge der Besorgnis über die Ausbreitung der Anopheles-stephensi-Mücke historische Daten auswerteten, so Hauptautor Ryan Carney.

