
Eine neue Studie unter der Leitung der UBC zeigt, dass der Schutz wichtiger natürlicher Ökosysteme in ganz Kanada dazu beitragen kann, das Hochwasserrisiko in mehr als der Hälfte der hochwassergefährdeten städtischen Gebiete des Landes zu senken.
Die Forschung zeigt, dass der Schutz der wichtigsten fünf Prozent der Wassereinzugsgebiete – etwa 201.000 Quadratkilometer oder zwei Prozent der Landesfläche Kanadas – den Regenwasserabfluss erheblich reduzieren, Häuser und Lebensgrundlagen schützen und Ackerland sichern kann.
„Dies ist die erste nationale Studie, die die Rolle kanadischer Ökosysteme bei der Hochwasserprävention untersucht und ermittelt, wo der Schutz die größte Wirkung haben könnte“, sagte Dr. Matthew Mitchell, Assistenzprofessor an der Fakultät für Forstwirtschaft und der Fakultät für Land- und Nahrungsmittelsysteme.

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Ágnes Vári
Kanada hat sich verpflichtet, bis 2030 30 Prozent seiner Landesfläche zu schützen. Doch derzeit sind nur acht Prozent der am stärksten von Überschwemmungen betroffenen Ökosysteme geschützt. Die Forscher fordern strengere Naturschutzrichtlinien und mehr Finanzierung, um diesen besonders betroffenen Gebieten Priorität einzuräumen.
„Diese Forschung macht deutlich, dass es beim Schutz der Natur nicht nur um die Artenvielfalt geht – es geht auch darum, Gemeinschaften zu schützen und Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen“, sagte Dr. Mitchell.
Die kürzlich in Ecosystem Services veröffentlichte Studie bietet einen globalen Fahrplan für die Integration naturbasierter Lösungen in die Stadtplanung und das Hochwassermanagement.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212041624000779

