
Forschende des Museums für Naturkunde Berlin und weiterer Institute haben an Pflanzenfossilien aus dem Perm-Zeitalter, etwa 295 Millionen Jahre alt, die ältesten bekannten Fraßgänge von Insektenlarven, sogenannte Blattminen, nachgewiesen. Diese Funde, unter anderem in der Sammlung des Berliner Naturkundemuseums, zeigen, dass dieses spezialisierte Verhalten von Insektenlarven 40 Millionen Jahre früher existierte als bisher angenommen.
Die Fraßspuren, identifiziert an Farnsamern der Art Autunia conferta aus dem ehemaligen Steinkohlenrevier Crock in Thüringen, belegen eine massive Insektenplage: Über 80 % der fossilen Pflanzen waren betroffen. Neben den Blattminen wurden auch Eiablagen entdeckt, teilweise mit Resten von Insekteneiern. Diese Funde, untersucht mit modernsten Methoden, unterstreichen die Bedeutung naturkundlicher Sammlungen für die Forschung.
Die hohe Befallsrate könnte mit globalen Veränderungen wie zunehmender Trockenheit tropischer Ökosysteme zusammenhängen, was Parallelen zum aktuellen Klimawandel aufzeigt. Die Ergebnisse wurden in Scientific Reports veröffentlicht.


