
Eine nachhaltige Produktion von Wasserstoff und Sauerstoff aus Wasser sowie die Umwandlung von CO? lediglich mittels Wasser und Strom ist heute schon realisierbar. Möglich wurde das dank der Forschung von Prof. Markus Antonietti, der seit 1993 Direktor der Abteilung Kolloidchemie am Max-Planck-Institut für Kolloid-und Grenzflächenforschung ist. Antoniettis bahnbrechende Forschung im Bereich der Kohlenstoffkatalyse ist jetzt mit dem Arkema-Preis gewürdigt worden, der mit 25.000 Euro dotiert ist.
Antonietti entwickelt Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften, um chemische Synthesen nachhaltiger zu gestalten. Kohlenstoffmaterialien sind in der Natur reichlich vorhanden, energieeffizient und wiederverwendbar.

Einfach ausgedrückt, sind Kohlenstoffkatalysatoren kohlenstoffbasierte Materialien, die chemische Reaktionen schneller, kostengünstiger und präziser machen. Man kann sie sich wie eine archaische Version von Enzymen vorstellen, die aus biologischen Molekülen bestehen – nur ohne die Biologie: „Das nenne ich die schwarze Magie der Kohlenstoffkatalyse“, kommentiert Antonietti. Schwarzes Kohlenstoffpulver kann zum Beispiel seltene Metalle wie Platin oder Iridium in der Katalyse ersetzen. Da Kohlenstoffkatalysatoren kostengünstig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, tragen sie zu einer umweltfreundlicheren Chemie bei. Zudem verbrauchen die Reaktionen, die sie katalysieren, weniger Energie.
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