
Die Idee für ein klimapositives Lager- und Verteilzentrum stammt von Jacob Horsch, Bräu in der 9. Generation der Familienbrauerei. Er entwickelte die architektonische Grundidee ohne Architekten. Das Gebäude ist so gestaltet, dass es sich dank 3D-Holzfassade harmonisch ins Hopfenland Hallertau einfügt. Für die Brauerei ist das Weissbier-Quartier kein einmaliges Prestigeprojekt, sondern Ausdruck einer langen Tradition eigenständiger und mutiger Entscheidungen. Mit dem Kuchlbauer Turm und dem KunstHaus Abensberg setzte sein Vater Leonhard Salleck bereits Zeichen, die Kunst, Bier und Nachhaltigkeit zu verbinden. Das Weissbier-Quartier führt diesen Weg konsequent fort – diesmal im Kontext eines industriellen Projekts.
Das Logistikzentrum kommt vollständig ohne zusätzliche Heiz- oder Kühltechnik aus – das Gebäude reguliert sein Klima eigenständig. Gleichzeitig erzeugt das Weissbier-Quartier mehr Energie, als es selbst benötigt. Für eine Brauerei ist das ein entscheidender Vorteil, denn die überschüssige Energie kann direkt in die betrieblichen Prozesse integriert werden.
„Damit machen wir uns unabhängig von äußeren Ressourcen und vom schwankenden Energie-Weltmarktpreis – ein zentraler Schritt gerade für die Brauwirtschaft, die zu den besonders energieintensiven Branchen zählt“, erklärt Jacob Horsch. Diese Unabhängigkeit ist für ihn ein wegweisender Baustein seiner Vision: „Die Kostenentwicklung darf nicht dauerhaft an die Bierliebhaber weitergereicht werden. Stattdessen müssen wir jetzt handeln, um die Zukunft der Braukultur nachhaltig und wirtschaftlich stabil zu gestalten.“
Versiegelung der Fläche zu 110 Prozent kompensiert
Zu den vom Umweltministerium ausdrücklich hervorgehobenen Maßnahmen des im September 2024 am Ortseingang von Abensberg eröffneten Logistikzentrums zählen die Vollholzbauweise und ein Fundament aus Recyclingmaterial, der Einsatz nachwachsender und recycelbarer Rohstoffe sowie eine energieeffiziente Gebäudetechnik mit intelligenter Steuerung. Die Versiegelung der Fläche wird durch extensive Begrünung und zusätzliche Pflanzmaßnahmen zu 110 Prozent kompensiert.

Der Außenbereich wurde mit Totholzflächen, Bienenstöcken, einer Zisterne und einer Streuobstwiese gestaltet. Zu dem Gelände gehören auch ein Hopfengarten und ein Biotop, das Lebensraum für Eidechsen und weitere Tierarten bietet.
Das Kuchlbauer Weissbier-Quartier ist als Projekt eines unabhängigen Familienbetriebs entstanden und steht für Umweltschutz, für Wertschöpfung aus der Region, für die Region und für wertschätzendes & zukunftsorientiertes Arbeiten in der Logistikbranche.
Jacob Horsch, Geschäftsführer und Inhaber des Familienunternehmens Brauerei zum Kuchlbauer, betont: „Wir reden nicht nur – wir handeln. Es gehört Mut dazu, in Nachhaltigkeit zu investieren. Wir haben ein ökologisch wegweisendes Logistikzentrum für die Region geschaffen, mit dem wir unsere Energiekosten auf Null reduzieren und als Arbeitgeber attraktiv sind. Wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung können Hand in Hand gehen.“
Das neue Logistikzentrum entstand nicht nur aus räumlicher Notwendigkeit, sondern vor allem aus der konsequenten nachhaltigen Ausrichtung der Familienbrauerei über Generationen hinweg. Bereits seit der achten und jetzt in der neunten Generation treibt das Unternehmen den Wandel hin zu mehr Umweltverantwortung voran – und deckt beispielsweise seit 2018 mehr als 400 Prozent seines gesamten Strombedarfs durch eigene Energieerzeugung. Dieses nachhaltige Wachstum sprengte die Möglichkeiten des innerstädtischen Standorts, der keine Erweiterungsflächen mehr bot.
Ein neuer Standort wurde damit zum logischen Schritt, um Logistik, Verkehrsentlastung und betriebliche Effizienz ganzheitlich und zukunftsorientiert zu gestalten. Mit dem neuen Logistikzentrum setzt die Brauerei diesen Anspruch konsequent um und verbindet nachhaltiges Wachstum mit einer modernen, ressourcenschonenden Infrastruktur.

