Europäische Beschränkung von PFAS in Feuerlöschschäumen veröffentlicht

Durch | Oktober 3, 2025

Die Europäische Union hat einen neuen Rechtsakt veröffentlicht, der die Verwendung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Feuerlöschschäumen reglementiert. Diese als „ewige Chemikalien“ bezeichneten Stoffe, die aufgrund ihrer hohen Persistenz in der Umwelt und potenziellen Gesundheitsrisiken besorgniserregend sind, stehen im Fokus der neuen Verordnung, die in der Fachzeitschrift Actu-Environnement vom 3. Oktober 2025 bekanntgegeben wurde.

Die Verordnung legt strenge Grenzwerte für die Konzentration von PFAS in Feuerlöschschäumen fest, die in verschiedenen Sektoren wie der Brandbekämpfung, der Industrie und der Luftfahrt eingesetzt werden. Ziel ist es, die Umweltbelastung durch diese langlebigen Chemikalien zu reduzieren und die Gesundheit von Mensch und Tier zu schützen. PFAS sind bekannt für ihre Beständigkeit gegen Abbau, was zu einer Anreicherung in Böden, Gewässern und Organismen führt.

Übergangsfristen je nach Anwendungsbereich
Die Verordnung sieht mehrere Übergangsfristen vor, die je nach Verwendungszweck der Feuerlöschschäume variieren. Diese gestaffelten Fristen sollen den betroffenen Industrien und Organisationen ausreichend Zeit geben, auf alternative, PFAS-freie Lösungen umzusteigen. Insbesondere in sensiblen Bereichen wie der Luftfahrt, wo Feuerlöschschäume eine zentrale Rolle spielen, wurden längere Übergangszeiten eingeräumt, um die Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Entwicklung und Zertifizierung neuer Produkte zu ermöglichen.

Maßnahmen und Hintergrund
Die Beschränkung ist Teil einer umfassenderen Strategie der EU, den Einsatz von PFAS in verschiedenen Produkten und Branchen zu regulieren. Feuerlöschschäume sind ein besonders kritischer Anwendungsbereich, da sie häufig in großen Mengen eingesetzt werden und PFAS-haltige Rückstände in die Umwelt gelangen können. Die neuen Vorschriften zielen darauf ab, die Herstellung, den Vertrieb und die Verwendung von PFAS-haltigen Schäumen schrittweise zu verbieten und gleichzeitig Innovationen in Richtung umweltfreundlicher Alternativen zu fördern.

Reaktionen und Ausblick
Umweltorganisationen begrüßen die Verordnung als wichtigen Schritt zum Schutz der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit, fordern jedoch eine schnellere Umsetzung und strengere Kontrollen. Die Industrie hingegen betont die Herausforderungen bei der Entwicklung und Implementierung von Alternativen, insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen. Experten erwarten, dass die Verordnung die Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltiger Feuerlöschmittel ankurbeln wird.

Die genauen Bestimmungen, einschließlich der festgelegten Konzentrationsgrenzen und Übergangsfristen, sind im offiziellen Verordnungstext der EU einsehbar. Die Verordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft, wobei die Übergangsfristen eine schrittweise Anpassung ermöglichen.

Autoren-Avatar
LabNews Media LLC
LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände