
Eine neue Studie der University of Maryland zeigt, dass Hunde eine effektive Waffe im Kampf gegen die invasive Gefleckte Laternenfliege (Lycorma delicatula) sein könnten. Die Forschung, veröffentlicht in der Zeitschrift Environmental Entomology (DOI: 10.1093/ee/nvae058), untersuchte die Fähigkeit von Hunden, die Eier dieser Schädlinge aufzuspüren, die in Nordamerika erhebliche Schäden in der Landwirtschaft, insbesondere im Weinbau, verursachen.

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Foto von Clark DeHart für Virginia Tech
Das Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Deborah Smith trainierte zwei Hunde, einen Australian Shepherd und einen Border Collie, darauf, die Eimassen der Gefleckten Laternenfliege zu erschnüffeln. Die Hunde erreichten eine Trefferquote von über 90 % beim Erkennen von Eimassen in kontrollierten Umgebungen. Ihre Fähigkeit, die Eier auch in komplexen Freilandbedingungen zu lokalisieren, könnte Landwirten und Forstbehörden helfen, Infestationen frühzeitig zu bekämpfen, bevor die Insekten schlüpfen und Schäden anrichten.
„Hunde haben ein außergewöhnliches olfaktorisches Gedächtnis und können Gerüche mit hoher Präzision orten“, erklärt Dr. Smith. „Ihre Nutzung könnte eine kostengünstige und umweltfreundliche Methode zur Eindämmung dieser invasiven Art sein.“ Die Gefleckte Laternenfliege, ursprünglich aus Asien, hat sich seit ihrer Einführung in die USA im Jahr 2014 rapide verbreitet und bedroht Obstgärten, Weinberge und Wälder.
Die Studie betont, dass der Einsatz von Spürhunden eine nachhaltige Alternative zu chemischen Bekämpfungsmethoden darstellt und die Umweltbelastung reduziert. Weitere Forschung ist geplant, um die Methode in größerem Maßstab zu testen.

