
Meeresschutzgebiete (MPAs) helfen, die Erholung von Kelpwäldern nach marinen Hitzewellen voranzutreiben, fanden WissenschaftlerInnen der University of California, Los Angeles (UCLA) heraus. Anhand von Satellitenbildern aus den Jahren 1984 bis 2022 untersuchten die Forschenden die Auswirkungen von 54 MPAs entlang der kalifornischen Küste. Dabei wurde jedes Schutzgebiet mit einem Referenzgebiet unter ähnlichen Umweltbedingungen verglichen. Die Analyse ergab, dass Kelpwälder in MPAs, insbesondere in Südkalifornien, nach den Hitzewellen von 2014 bis 2016 schneller wuchsen als in ungeschützten Gebieten.

Kelpwälder, die weltweit in kühlen, gemäßigten Gewässern vorkommen, sind wichtige Ökosysteme, die Meeresfauna und -flora beherbergen, Kohlenstoff binden und Küsten vor Wellen schützen. Sie sind jedoch durch Klimawandel, marine Hitzewellen, Überweidung durch Seeigel und Verschmutzung bedroht.
Die Studie zeigt, dass MPAs, in denen Fischerei reguliert und Raubtiere wie Hummer geschützt werden, die Widerstandsfähigkeit der Kelpwälder stärken. Die Wirkung variiert jedoch je nach Standort, da zusätzliche Faktoren die Erholung beeinflussen. MPAs sind Teil des globalen Biodiversitätsrahmens von 2022, der den Schutz von 30 % der Ozeane bis 2030 vorsieht. Die Ergebnisse könnten helfen, neue Schutzgebiete gezielt in Regionen mit hoher natürlicher Widerstandsfähigkeit, wie Gebieten mit lokalem Auftrieb, einzurichten. Kelpwälder könnten zudem als Indikator für die ökologische Gesundheit von Schutzgebieten dienen.
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