Kooperation für mehr Klimaschutz: Green Hydrogen Technology und Westfalen-Gruppe wollen Wasserstoff aus Kreislaufwirtschaft einsetzen

Durch | Februar 20, 2025
Credits: Westfalen AG

Wer umweltfreundlichen Wasserstoff nutzen möchte, zahlt heute noch einen hohen Preis. Die Green Hydrogen Technology GmbH (GHT) aus Augsburg und die Westfalen-Gruppe aus Münster wollen das im Rahmen einer strategischen Partnerschaft nun ändern – mit Hilfe von Wasserstoff aus Reststoffen. Eine entsprechende Kooperation ist jetzt von beiden Unternehmen vereinbart worden. Der in den Waste-to-Hydrogen-Anlagen von GHT produzierte Wasserstoff sei durch die integrierte CO2-Verflüssigung sogar CO2-negativ, da Emissionen, die durch die alternative Abfallverbrennung entstehen, unmittelbar vermieden werden, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

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Westfalen plant, mit dem aus GHT-Anlagen gewonnenen Energieträger Kunden in der Mobilität und in der Industrie zu versorgen. Das Unternehmen verfügt für die Belieferung über eine eigene Wasserstoff-Trailerflotte. Auch wenn die Waste-to-Hydrogen-Anlagen von GHT perspektivisch überall entstehen können, liegt der Fokus der neuen Partnerschaft zunächst auf der Belieferung des süddeutschen Raums. Die erste kommerzielle GHT-Anlage zur Produktion von Wasserstoff aus Reststoffen entsteht aktuell bei einem mittelständischen Entsorgungsunternehmen im baden-württembergischen Göppingen.

Das wichtigste Kriterium für die Produktion von Wasserstoff per Reststoffverwertung sei neben dem Umweltaspekt die Bezahlbarkeit des Produkts. „Der in den Anlagen dezentral hergestellte Wasserstoff ist Teil eines Kreislaufs und liegt preislich deutlich unterhalb von Wasserstoff aus der herkömmlichen Elektrolyse mit erneuerbarem Strom. Das wird die Nachfrage ankurbeln, dem Produzenten Abnahmesicherheit und unseren Kunden Gewissheit bei der Versorgung geben“, meint Dr. Nicolas Dohn, Head of Hydrogen bei Westfalen. Auch deswegen sehen beide Unternehmen in dieser Zusammenarbeit eine zukunftsweisende Partnerschaft.

„GHT und Westfalen teilen die Vision einer grünen und zirkulären Gesellschaft und Wirtschaft. Gemeinsam werden wir viel bewegen. Unsere Kunden und Partner profitieren von der Nachfragesicherheit für den erzeugten Wasserstoff und das flüssige CO2 von einem starken Partner wie der Westfalen-Gruppe“, sagt Robert Nave, CEO der GHT bei der Vorstellung der Partnerschaft vor der ersten Waste-to-Hydrogen-Anlage des Unternehmens in Deutschland. Vorteil der Anlagen sei neben der kostengünstigen Produktion die dezentrale Nutzungsmöglichkeit und die relativ einfache Errichtung im Plug-and-Play-Verfahren.

Auf der Partnerschaft aufbauend, möchten Westfalen und GHT dieses Modell der Wasserstoffversorgung potenziell auch auf weitere Partner ausweiten. Ziel ist es, alle Teilnehmer der Wertschöpfungskette miteinander zu verbinden, um für größtmögliche Effizienz bei der Produktion, beim Transport und beim Vertrieb von umweltfreundlichem Wasserstoff zu sorgen.

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