Major Health Plans unterstützen ACCESS-Modell

Durch | Februar 12, 2026

Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) haben am 12. Februar 2026 bekannt gegeben, dass große Krankenversicherer, die zusammen 165 Millionen Versicherte in Medicare Advantage, Medicaid und privaten Plänen vertreten, den ACCESS Payer Pledge unterzeichnet haben. Damit verpflichten sie sich, Zahlungsmodelle einzuführen, die den Prinzipien des ACCESS-Modells (Advancing Chronic Care with Effective, Scalable Solutions) entsprechen: Vergütung nach messbaren Gesundheitsoutcomes statt Leistungsvolumen, Flexibilität in der Versorgung, Koordination mit Primärversorgung und Ärzten sowie Technologieunterstützung für chronisch Kranke.

Die Unterzeichner umfassen unter anderem Arkansas Blue Cross and Blue Shield, Blue Shield of California, Blue Cross and Blue Shield of Minnesota, Centene, Cigna, CVS Health, Devoted Health, Guidewell, Humana und UnitedHealthcare.

Das ACCESS-Modell startet seine 10-jährige Leistungsperiode im Juli 2026. Die Payer verpflichten sich, bis 1. Januar 2028 entsprechende Zahlungsstrukturen anzubieten. CMS stellt unterstützende Ressourcen bereit, darunter Referenzdokumente (z. B. Muster-Vertragsstrukturen), standardisierte Abrechnungscodes (inkl. G-Codes), FHIR-basierte Berichtsinfrastruktur und eine CMS-gehostete API zur Datenübermittlung und Ergebnisrückmeldung.

Objektive Bewertung der Bedeutung
Der Payer Pledge ist ein wichtiger Schritt zur Angleichung von Medicare, Medicaid und kommerziellen Versicherern an outcomes-orientierte Vergütungsmodelle. Er baut auf der CMS-Strategie auf, Technologie-gestützte chronische Versorgung (z. B. Remote-Monitoring, virtuelle Betreuung) zu fördern und langfristig die Gesundheitsoutcomes zu verbessern, statt Leistungsvolumen zu belohnen. Die breite Beteiligung großer Player signalisiert Marktakzeptanz und könnte den Übergang zu value-based care in den USA beschleunigen.

Die freiwillige Selbstverpflichtung bis 2028 zeigt jedoch auch Grenzen: Es handelt sich um eine unverbindliche Zusage ohne gesetzliche Sanktionen. Die tatsächliche Umsetzung hängt von der Bereitschaft der einzelnen Pläne ab, bestehende volumenbasierte Verträge anzupassen. CMS setzt hier auf „convening power“ und Anreize statt Zwang – ein pragmatischer Ansatz, der in der fragmentierten US-Versicherungslandschaft realistisch ist.

Langfristig könnte der Pledge die Versorgung chronisch Kranker verbessern, Kosten senken und Technologieeinsatz fördern – vorausgesetzt, die versprochenen Ressourcen (FHIR-API, standardisierte Codes) werden zeitnah und nutzerfreundlich ausgerollt. Für Patienten mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Herzinsuffizienz etc.) könnte dies mehr Flexibilität und bessere Koordination bedeuten. Kritisch bleibt, ob kleine Pläne und ländliche Regionen mithalten können und ob die Outcomes-Messung fair und aussagekräftig gestaltet wird. Insgesamt ein relevanter, aber noch nicht revolutionärer Schritt in Richtung nachhaltigerer Versorgung.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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