Erneut Millionen Zugvögel getötet: EU versagt beim Vogelschutz

Durch | März 13, 2025
Grasmücken in einem Restaurant bei Paralimni, credits Komitee gegen den Vogelmord

Trotz internationaler Schutzabkommen und EU-Richtlinien werden Jahr für Jahr in den Mittelmeerländern Millionen Vögel mit Netzen, Fallen und Leimruten gefangen oder mit Schrot getötet. Die Gründe: Mancherorts gelten die kleinen Körper als Delikatesse, andernorts steht die Jagd als Sport im Mittelpunkt. Die Behörden gehen höchstens restriktiv mit den Tätern um – Korruption, Desinteresse und Tradition gehen hier eine unheilige Allianz ein, und die EU sieht zu.

Grasmücken in einem Restaurant bei Paralimni, credits Komitee gegen den Vogelmord
Grasmücken in einem Restaurant bei Paralimni credits Komitee gegen den Vogelmord

Über das Ausmaß der Vogeljagd:

Jährlich werden zwischen 11 und 36 Millionen Vögel in den Mittelmeerländern gefangen und größtenteils getötet. Einige Quellen geben sogar noch höhere Zahlen an – mit bis zu 25 Millionen allein in Italien.

Gerade im griechischsprachigen Südosten Zyperns finden sich bei Maroni bis hin zu den Ebenen von Paralmini ganze Hügelketten voll mit Fanganlagen. Die Wilderer stellen Grasmücken, Schnäppern, Rohrsängern und vielen anderen Singvogelarten nach und nutzen vielfach elektronische Lockanlagen. Über zwei Millionen Vögel werden in Zypern jedes Jahr gefangen. Im Libanon sind es Schätzungen zufolge 2,6 Millionen, in Ägypten 5,7 Millionen.

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