Süßwasseraquakultur: Leopoldina und Brasilianische Akademie fordern nachhaltige Entwicklung

Durch | Juni 16, 2025
Süßwasseraquakultur: Leopoldina und Brasilianische Akademie fordern nachhaltige Entwicklung

Über die Hälfte der weltweit konsumierten Fische, Muscheln, Krebstiere und Algen stammt aus Aquakultur, mit steigender Tendenz. Besonders die Süßwasseraquakultur bietet Potenzial, tierisches Eiweiß ressourcenschonend zu produzieren und die globale Ernährungssicherheit zu stärken. Ein neuer Policy Report der Leopoldina und der Brasilianischen Akademie der Wissenschaften zeigt Wege für eine nachhaltige, kreislauforientierte Aquakultur in Deutschland und Brasilien auf und gibt Empfehlungen für Politik, Verwaltung und Forschung.

Trotz günstiger Bedingungen nutzen beide Länder ihr Potenzial unzureichend. Brasilien importiert viel Fisch, obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch bei 10 kg liegt, Deutschland produziert nur 2 % des konsumierten Flossenfischs selbst bei 14 kg Verbrauch. Der Report nennt drei Handlungsfelder: Vereinfachung von Genehmigungsverfahren durch klare Zuständigkeiten und „Aquakulturbeauftragte“, gezielte Aus- und Weiterbildung für Fachkräfte sowie die Überführung von Forschung in lokal angepasste Technologiepakete für Fischarten, Produktionssysteme und Abfallmanagement.

Der Bericht entstand im Rahmen eines Workshops 2023 am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin, organisiert von beiden Akademien. Nachwuchswissenschaftler aus Brasilien und Europa erarbeiteten länderübergreifende Ansätze, um die Aquakultur nachhaltig zu stärken und Ressourcen wie Wasser und Böden zu schonen.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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