
Nach der inspirierenden SUPER-i-Abschlussveranstaltung in Kopenhagen traf sich das SUPERSHINE-Konsortium, um den Dialog über Energieeffizienz und soziale Innovation im Wohnungsbau fortzusetzen. Aufbauend auf den Erfolgen von SUPER-i untersuchten die Partner, wie integrative Ansätze die Wirkung von Energieeffizienzinitiativen steigern und gleichzeitig soziale und ökologische Herausforderungen angehen können.
Energiedemokratie und gemeinnütziger Wohnungsbau – Einblicke aus der Praxis
Das SUPERSHINE-Team besuchte den Demo-Standort Øbro 95 in Kopenhagen, der gezeigt hat, wie energieeffiziente Lösungen in den gemeinnützigen Wohnungsbausektor Dänemarks integriert werden können. Da jeder sechste Däne in einem gemeinnützigen Wohnungsbausektor lebt, verkörpert dieser Sektor die Prinzipien der Energiedemokratie – die Gewährleistung der Beteiligung der Mieter, des gleichberechtigten Zugangs zu Ressourcen und einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Entscheidungsfindung.
Im Øbro 95 sahen die Delegierten ein weiteres Beispiel für „Mieterdemokratie“. Damit ist gemeint, dass Mieter das Recht haben, über ihre Sozialwohnungen zu entscheiden – sie genehmigen Pläne für energetische Sanierungen, erstellen Budgets und setzen über Wahlgremien und regelmäßige Hauptversammlungen die Hausordnung durch.
Dieser Ansatz, kombiniert mit kostenbasierten Mieten und einem stabilen Finanzierungsmodell, stellt sicher, dass energetische Sanierungen sowohl inklusiv als auch zugänglich sind. Er ist tief in der Kultur des sozialen Wohnungsbaus in Dänemark und auch im SUPERSHINE Danish Lighthouse in Herning verwurzelt. Solche Rahmenbedingungen stimmen eng mit den Prinzipien des Neuen Europäischen Bauhauses überein, das bei der Neugestaltung unserer Lebensräume Ästhetik, Inklusivität und Nachhaltigkeit betont, und das alles im Rahmen eines starken partizipativen Prozesses.
Dänemarks gemeinnütziges Wohnungsbaumodell bietet wertvolle Erkenntnisse darüber, wie man Energieeffizienz mit sozialer Gerechtigkeit verbinden kann. Während des Besuchs vor Ort erkundeten die Teilnehmer laufende Bemühungen, Solarmodule zu integrieren, Heizsysteme zu modernisieren und die Energieeffizienz durch Digitalisierung und Energiemanagement zu verbessern. Diese Maßnahmen senken nicht nur die Emissionen, sondern sorgen auch dafür, dass die Kosten für die Mieter erschwinglich bleiben.

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