
Sie planen den Bau eines Wolkenkratzers, die Ausgrabung einer Mine oder die Erweiterung eines Wohngebiets, möchten aber wissen, welche Auswirkungen dies auf die Umwelt haben wird? Dann könnten Sie mit Crowdsourcing-Daten beginnen, die manchmal auch als Citizen Science bezeichnet werden, schlagen die Autoren dieser Studie vor.

Die Prüfung von 1.300 Umweltverträglichkeitserklärungen (UVS), die vom US-amerikanischen National Environmental Policy Act für neue Entwicklungsprojekte vorgeschrieben sind, ergab einen starken Anstieg der Aufnahme oder Erwähnung von Citizen-Science-Daten in UVS im letzten Jahrzehnt, von lediglich 3 % der Bewertungen im Jahr 2012 auf über 40 % im Jahr 2022. Obwohl die riesigen Datenbanken, die von Mitgliedern der Öffentlichkeit auf Plattformen wie eBird und iNaturalist angehäuft werden, eine potenzielle Fundgrube an Informationen darstellen, warnen die Autoren, dass ihre Verwendung für Umweltprüfungen mit ethischen und analytischen Herausforderungen verbunden ist, wie etwa einer Voreingenommenheit gegenüber der Erfassung charismatischerer Organismen. Die Autoren empfehlen, klare Richtlinien zu entwickeln, um den Einsatz von Citizen Science in IES zu standardisieren und sicherzustellen, dass ihr Potenzial genutzt wird, während strenge wissenschaftliche Standards eingehalten werden.
https://esajournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/fee.2808

