
Die Desinfektion des Trinkwassernetzes in Burbach verzögert sich auf Donnerstag, 21. August, da aufwendige Laboranalysen und die zeitintensive Herstellung von Chlordioxid nötig sind, berichtet die Siegener Zeitung. Das Abkochgebot für die Ortsteile Burbach, Wahlbach, Würgendorf, Lippe und Lützeln bleibt bestehen, nachdem der Keim Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen wurde.
Die Gemeindewerke führen weiterhin Spülungen und Beprobungen durch, auch in nicht betroffenen Ortsteilen wie Gilsbach, Holzhausen, Nieder- und Oberdresselndorf. Die Desinfektion konnte nicht wie geplant am 18. August beginnen, da die Ergebnisse der Beprobungen erst am Sonntagnachmittag vorlagen. Diese sind notwendig, um die genaue Menge des Chlordioxids zu bestimmen, das für eine stabile Wirkung frisch hergestellt werden muss. Die Produktion begann am Montag und dauert 72 Stunden.

Das Abkochgebot gilt für Trinken, Speisen- und Getränkezubereitung, Zähneputzen, Mundspülung, Wundreinigung sowie die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Wasser muss mindestens drei Minuten sprudelnd kochen und maximal 24 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Duschen, Baden, Geschirrspülen über 60 °C, Waschmaschinennutzung und Gartenbewässerung sind unbedenklich. Im Burbacher Freibad wurden Warnschilder angebracht, und Besucher mit Säuglingen oder offenen Wunden werden gebeten, fernzubleiben. Aufgrund der Spülungen kann es zeitweise zu geringerem Wasserdruck kommen.

