
Der Deutsche Bundestag hat heute das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz beschlossen. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt den Schritt als wichtigen Impuls für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und die Energiewende. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing betonte jedoch: „Entscheidend ist, dass der Schutz der öffentlichen Wasserversorgung klar und eindeutig gewährleistet bleibt.“
Das Gesetz stuft wasserstoffrelevante Projekte als Vorhaben „im überragenden öffentlichen Interesse“ ein, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Der VKU sieht darin ein geeignetes Instrument, mahnt aber eine frühe und verbindliche Einbindung kommunaler Wasserversorger an. „Nur so lassen sich Konflikte um knapper werdende Wasserressourcen vermeiden“, erklärte Liebing.
Positiv bewertet der Verband, dass das Gesetz nicht nur grünen, sondern auch blauen Wasserstoff einbezieht. „Für den Hochlauf brauchen wir diese pragmatische Lösung: Blauer Wasserstoff wird in der Anfangsphase eine wichtige Rolle spielen“, so Liebing. Ebenso begrüßt der VKU den Fokus auf Infrastrukturen: Erdgasleitungen, die später für Wasserstoff umgerüstet werden können, seien ein sinnvoller Baustein auf dem Weg zum Wasserstoff-Kernnetz. Nun komme es auf eine zügige und rechtssichere Umsetzung an.
Der VKU vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft und Telekommunikation. Die Mitgliedsunternehmen decken im Endkundensegment hohe Marktanteile ab – etwa 88 Prozent im Trinkwasserbereich – und investieren jährlich Milliardenbeträge in Infrastruktur und Klimaschutz.

VKU begrüßt Wasserstoffbeschleunigungsgesetz. Symbolbild. Credits: Unsplash

