
Defekte Zahnräder in Pedelec-Motoren müssen künftig nicht mehr zum Elektroschrott führen. Wissenschaftler im „Zukunftslabor Circular Economy“ in Niedersachsen entwickeln Verfahren, mit denen solche Bauteile per 3D-Druck nachproduziert werden können. Dadurch verlängert sich die Nutzungsdauer der Geräte deutlich.
Gemeinsam mit Praxispartnern erstellt das Projekt sogenannte „Übersetzungskataloge“. Diese sollen Bauteile, die bisher mit klassischen Fertigungsverfahren hergestellt werden, so anpassen, dass sie optimal für die additive Fertigung geeignet sind. Das vereinfacht Reparaturen, schont Ressourcen und befähigt vor allem kleine und mittlere Unternehmen, Ersatzteile künftig selbst herzustellen.
Das Zukunftslabor Circular Economy ist Teil der landesweiten Digitalisierungsinitiative „Digital. Klar. Voraus.“ und wird vom Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) koordiniert. Es startete 2024 mit einer Förderung von 3,7 Millionen Euro für fünf Jahre und erforscht digitale Lösungen für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen – insbesondere bei Elektrogeräten und Stoffströmen.
Die Informationen stammen aus einer Mitteilung des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) vom 19. März 2026.


