
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Bundesregierung zu raschem Handeln beim Hitzeschutz aufgefordert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind durch die extreme Hitzewelle im Juni mehr als 4.300 Menschen gestorben. Das Statistische Bundesamt geht sogar von bis zu 5.500 Todesfällen aus.
Angesichts angekündigter weiterer extremer Temperaturen am kommenden Wochenende forderte die DUH die Einberufung eines Hitze-Krisengipfels. Ziel müsse es sein, wirksamen Hitzeschutz verbindlich zu verankern und besonders vulnerable Gruppen zu schützen.
„Diese Zahlen müssen ein Weckruf für die Bundesregierung sein“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Es brauche mehr Bäume, Stadtgrün und entsiegelte Flächen, um Menschenleben vor den Folgen der Klimakrise zu retten. Auch die Bedingungen in Schulen, Kliniken und öffentlichen Verkehrsmitteln seien bei Hitze oft unzumutbar.
Eine aktuelle Analyse von Prognos zeige zudem, dass ein einzelner Hitzetag die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro koste. Die Bundesregierung müsse verstehen, dass Untätigkeit das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger gefährde. Besondere Verantwortung trügen Bauministerin Hubertz und Gesundheitsministerin Warken.


