Tag-Archive: Gipskarstlandschaft

Milliardengeschäft mit Mindestlohn: Die sozialen und ökologischen Kosten des Gipskarton-Booms

Durch | September 29, 2026

KOMMENTAR Der Boom beim Trockenbau mit Gipskartonplatten ist eng verknüpft mit prekären Arbeitsbedingungen, dem Einsatz ungelernter Hilfskräfte zu Niedriglöhnen und der rasanten Ausweitung des Naturgipsabbaus in ökologisch sensiblen Regionen wie der unter Naturschutz gestellten Gipskarstlandschaft südlich des Harzes. Während die großen Baustoffkonzerne Knauf, Saint-Gobain und Casea mit dem Rohstoff, der praktisch zum Nulltarif aus der Landschaft gewonnen wird,… Weiterlesen »

Wandergütesiegel für eine ausgeräumte Landschaft: Über Karstwanderweg und Gipsindustrie – ein Kommentar

Durch | September 24, 2026

Der Karstwanderweg, praktisch überall südlich des Harzes durch Schilder mit rot-weiß hinterlegtem K gekennzeichnet, wird neuerdings auf den Flyern des Vereins als „Qualitätsweg“ des Deutschen Wanderverbandes beworben. Stadt und Tourismusverband nutzen das Siegel und vermitteln dem interessierten Besucher der Region: Die so beschilderten Wege bieten Wanderglück in einmaliger Natur; hier werden Lebensräume geachtet. In Wirklichkeit aber wird mit… Weiterlesen »

Vom Schutzgebiet zur Sprengzone: Rump & Salzmann tauscht Naturschutz-Schilder gegen Waldwarnschilder – ein Kommentar

Durch | Juli 24, 2026

Es geschah ohne viel Aufhebens: Stück für Stück verschwanden im Naturschutzgebiet Gipskarstlandschaft bei Ührde jene Schilder, die Besuchern unter anderem verbieten, Pflanzen und Tiere zu stören oder Wege zu verlassen – und ebenso klammheimlich wurden sie von der Bergbaufirma Rump & Salzmann durch solche ersetzt, die vor herabfallenden Ästen warnen. Wohl gemerkt: Es handelt sich immer noch um… Weiterlesen »

Knauf-Tochter Rump & Salzmann: Naturschutz-Zynismus an der Abbaukante – ein Kommentar

Durch | Juli 23, 2026

Was für ein perfides Theaterstück sich hier abspielt: Mitten im Naturschutzgebiet Gipskarstlandschaft bei Ührde/Osterode am Harz wird der Boden weggesprengt, und dort, wo vordem Bienen-Ragwurz und Purpur-Knabenkraut wuchsen, sich Kammmolch und Zauneidechse tummelten, entstehen tiefe Schluchten aus freigelegtem Gestein. Die 2015 von der unteren Naturschutzbehörde Göttingen genehmigte und vom BUND Westharz unter Dr. Friedhart Knolle sowie vom Nabu… Weiterlesen »

NSG Gipskarstlandschaft bei Ührde: Wie das Naturschutzziel „Offenhaltung der Landschaft“ geschützten Arten die Lebensgrundlage raubt

Durch | Juni 30, 2026

In der Gipskarstlandschaft bei Ührde führt falsche Beweidung mit Schafen zu deutlichen Schäden an der Vegetation. Das Foto zeigt abgefressene Blüten und Kräuter sowie niedergetrampelte Reste harter Gräser. Schafe fressen hochselektiv: Sie bevorzugen zunächst die obersten Pflanzenteile und besonders Blütenköpfe nährstoffreicher Arten. Hierzu zählen neben den streng geschützten Knabenkräutern, der Bocks-Riemenzunge, verschiedenen Ragwurz-Arten, den Stendel- und Händelwurz-Arten und… Weiterlesen »

Niedersachsen zerstört, was Sachsen-Anhalt schützt: Der Verrat am Südharzer Gipskarst

Durch | Mai 30, 2026

Editorial. Während Sachsen-Anhalt den Gipsabbau im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz gestoppt hat, treibt Niedersachsen die Vernichtung derselben einzigartigen Landschaft gnadenlos voran. Die Gipskarstlandschaft um Osterode bei Ührde ist weltweit einmalig – und einer der 30 Biodiversität-Hotspots Deutschlands. Unternehmen wie Knauf, Saint-Gobain und Remondis (über Casea) zerstören sie systematisch. Der BUND unter Friedhart Knolle hat den Abbau in Teilen für… Weiterlesen »

Geschredderte Säume im Naturschutzgebiet: Landkreis Göttingen missachtet eigene Schutzpflichten

Durch | März 3, 2026

Tatort NSG Gipskarstlandschaft bei Ührde: Wieder einmal wurden hier, dieses Mal an einem Wanderweg über den Rötzel, über ca. 600 m Feldrandgehölz mit einem Schlegelmulcher bearbeitet. Der Einsatz von Schlegelmulchern an Feldgehölzen in einem Naturschutzgebiet ist fachlich wie ethisch kaum zu rechtfertigen, weil er genau jene Strukturen zerstört, die Schutzgebiete eigentlich bewahren sollen. Wo Äste und Bodentriebe flächig… Weiterlesen »

Gipskarst: Osterode am Harz subventioniert Multimilliardenkonzerne – ein Kommentar

Durch | Februar 4, 2026

Osterode am Harz liegt am Rand des bedeutendsten Gipskarstgebiets Mitteleuropas, das vom Bundesamt für Naturschutz als Hotspot der biologischen Vielfalt Nr. 18 („Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“) ausgewiesen ist – einer der nur 30 „Schatzkästen der Natur“ in Deutschland. Diese einzigartige Karstlandschaft mit Höhlen, Dolinen, Erdfällen, Karstquellen und hoher Dichte bedrohter Arten ist durch den Bergbau massiv gefährdet… Weiterlesen »

Gipsunternehmen Saint-Gobain schluckt Maturix – plus Hintergrund

Durch | Juni 23, 2025

Saint-Gobain gibt den nächsten Schritt beim Ausbau seiner digitalen Plattform für Bauchemikalien bekannt: Das Unternehmen übernimmt Maturix, einen führenden Anbieter von Echtzeit-Überwachungslösungen für die Betonindustrie mit Sitz in Dänemark. Maturix bietet modernste drahtlose Sensortechnologie, die eine ferngesteuerte Echtzeitüberwachung der Betoneigenschaften während des Aushärtungs- und Abbindungsprozesses ermöglicht. Dadurch können Bauunternehmer ihre Abläufe optimieren und die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit… Weiterlesen »

Universität Osnabrück – Studie zur Bedrohung von Kalkmagerrasen publiziert

Durch | April 11, 2025

Ursachen und Auswirkungen des Vordringens der Aufrechten Trespe (Bromus erectus), ein hochwüchsiges, mehrjähriges Gras, in Kalkmagerrasen haben Prof. Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Kaiserstuhl im Südwesten Baden-Württembergs untersucht. Ihre nun in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Management publizierte Studie ergab, dass trotz eines intensivierten Naturschutzmanagements die Bedeckung der Grasart in… Weiterlesen »